„200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!“ an 9 Orten

Landesausstellung startet am 29./30. September / Zwei Tage der offenen Tür und Festveranstaltungen

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.09.2018
 

(LK) „Alle Neune“ heißt es ab 29. September für jene, die sich umfassend über „200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!“ informieren wollen. Mit zwei Tagen der offenen Tür und einem Festreigen startet nämlich die große Landesausstellung in sieben Salzburger Gemeinden sowie an je einem Schauplatz in Oberösterreich und Tirol. „Wir beschreiten hier neue Wege: überregional – unter Einbeziehung unserer Nachbarn, dezentral und vielfältig“, charakterisiert Landeshauptmann Wilfried Haslauer das Konzept.

Salzburg, Oberndorf, Hallein, Hochburg-Ach in Oberösterreich, Arnsdorf, Mariapfarr, Hintersee, Wagrain und Fügen im Zillertal (Tirol) sind die einzelnen Teile, die zusammen das große Ganze, die Landesausstellung bis zum 3. Februar 2019, ergeben. Generell gilt, dass all diese Orte von Dienstag bis Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet sind. Darüber hinaus haben die einzelnen Museen ihre eigenen, unterschiedlichen Öffnungszeiten.

     Ein Ticket für alle Teile

Alle Schauplätze können - praktisch und günstig - mit einem Kombiticket um 18 Euro besucht werden. Dazu gibt es außerdem ein Gratis-SVV-Tagesticket. Gezeigt werden die unterschiedlichsten Facetten rund um die Entstehung des Liedes, dessen Schöpfer Franz Xaver Gruber (Melodie) und Joseph Mohr (Text) und die Verbreitung, Vermarktung und Instrumentalisierung. Vor allem die Jugend spricht die App „Wege zur Stillen Nacht“ an. Für telefonische Anfragen wurde die Hotline +43 662 8042 2018 eingerichtet. Alle Details gibt es unter www.landesausstellung2018.at.

     Das Buch zum Lied

Im Auftrag der Stille Nacht Gesellschaft ist zudem im Anton Pustet Verlag die Publikation „Stille Nacht. Das Buch zum Lied“ entstanden, das offizielle Begleitbuch zur Ausstellung im Salzburg Museum. Herausgeber sind Thomas Hochradner und Michael Neureiter, zwei ausgewiesene Experten, die sich bereits seit Jahrzehnten mit dem Lied beschäftigen.

     Innovationsschub für Museumslandschaft

„Die Landesausstellung ist ein enormer Innovationsschub für Salzburgs Museumslandschaft und bringt zugleich noch mehr Qualität und eine noch engere Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Partnern“, betont Landeshauptmann Haslauer. „Mit der Neugestaltung der Häuser in Oberndorf, Hallein, Wagrain und Mariapfarr sowie dem neuen Themenweg in Hintersee wurden kulturtouristische Impulse gesetzt, die lange nachwirken werden und – mit Ausnahme der Sonderschauen - weit über das Ende der Landesausstellung bestehen bleiben.“

     Friedensbotschaft als Marke

Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SLTG, sieht im Jubiläumsjahr die große Chance, die Friedensbotschaft nachhaltig mit dem SalzburgerLand zu verknüpfen und als internationale Marke zu aktualisieren, die ganz stark die derzeitige Sehnsucht der Menschen nach Spiritualität und Entschleunigung anspricht: „Wir schaffen ein neues attraktives Angebot mit Stil und Tiefe, das sich bewusst an eine sehr internationale Gästeschicht richtet. Mit der Landesausstellung und vielen Begleitprogrammen und Veranstaltungen, wie etwa dem Musical Play ‚Meine Stille Nacht‘ des Salzburger Landestheaters mit Weltpremiere am 24. November, wird das Thema für Besucher eindrucksvoll erlebbar.“

     Vier Partner aus der Wirtschaft

„Wir konnten vier Wirtschaftspartner gewinnen, die substanzielle Unterstützung für die Landesausstellung leisten, entweder in Form von direktem Sponsoring oder Sach- bzw. Marketingleistungen“, freut sich Paul Estrela, Geschäftsführer der Stille Nacht 2018 GmbH. Diese Sponsoren sind die Salzburg AG, die Firma Ablinger, Spar und der Salzburger Verkehrsverbund (SVV).

Für den Oberndorfer Bürgermeister Peter Schröder steht die Landesausstellung im Zentrum einer Vielzahl von Jubiläumsveranstaltungen: "Höhepunkt werden die Gedenkfeiern am 24. Dezember 2018 im Stille-Nacht-Bezirk vor der Kapelle sein, von wo aus das Lied seinen Siegeszug in die Welt gestartet hat."

     Neunteiliges Ausstellungsmosaik

Die wichtigsten Lebensstationen von Mohr und Gruber spiegeln sich in den Ausstellungen der einzelnen Orte wider: In Oberndorf stehen die Erstaufführung des Liedes und der sozialhistorische Kontext der Entstehung im Mittelpunkt. Während in Hochburg-Ach die Kindheit und Jugend von Franz Xaver Gruber erzählt wird, dreht sich in Arnsdorf alles um den Lehreralltag im 19. Jahrhundert.

     Lebenswerk und Nachlass

In Hallein wiederum zeigt das komplett restaurierte und neugestaltete Museum das Lebenswerk und den Nachlass Grubers mit Autographen, Möbeln und persönlichen Gegenständen. Alles neu auch in Mariapfarr: Das Ausstellungskonzept „Stille Nacht – auf den Weg gebracht“ verbindet Joseph Mohr, der bereits 1816 hier den Text verfasst hat, mit dem Thema Wallfahrt in den verschiedenen Religionen.

     Auf den Spuren des Textdichters

Vom harten und kargen Leben eines Seelsorgers in einem kleinen Bauerndorf erzählt der Joseph-Mohr-Weg in Hintersee, während Wagrain als letzte Lebensstation neben seinem seelsorgerischen Wirken sich auch der weltweiten Verbreitung des Liedes widmet, den Wert von Zeit und Stille thematisiert und sich in einer Sonderschau mit kulinarischen Genüssen und weihnachtlichen Traditionen in Europa auseinandersetzt.

     Von Salzburg über Tirol in alle Welt

Analog zu den sechs Strophen des Liedes erzählt das Salzburg Museum die Entstehungsgeschichte, die Biographie der beiden Urheber und setzt sich mit der Verbreitung und politischen und kommerziellen Instrumentalisierung auseinander.

Die weltweite Verbreitung des Liedes steht in Fügen im Zillertal (Tirol) im Mittelpunkt: Während im Schloss Fügen die Reisen der Sängerfamilien sowie die Geburt und Entwicklung des „Tales der Musik“ erzählt werden, kann man im Heimatmuseum Widumspfiste so mancher „exotischen“ Aufnahme des Liedes lauschen.

Die einzelnen Museen bieten jeweils unterschiedlichste Führungen, Vermittlungsprogramme für Schulen, Familienprogramme und Kinderprojekte begleitend zu ihren Ausstellungen an. LK_180918_20 (kg/sab)

 

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.