Darf’s ein bisserl weniger Haustechnik sein?

Trendthema Lowtech beim Fachsymposium „Brennpunkt Alpines Bauen“

Salzburger Landeskorrespondenz, 27.09.2018
 

(LK)  Energiesparende, kostengünstige Häuser, einfach und robust, ohne auf Wohnkomfort zu verzichten – das steckt hinter der Konstruktionsphilosophie Lowtech. "Unkompliziertes, effizientes Bauen ist ein erfrischender und notwendiger Trend in unserer technikgetriebenen Welt. Es macht die Bewohner weniger abhängig von Spezialwissen und Service“, erklärte Landesrätin Andrea Klambauer heute bei der Eröffnung das 5. grenzüberschreitenden Fachsymposiums Brennpunkt Alpines Bauen an der FH Salzburg in Puch-Urstein, die sie gemeinsam mit Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf vornahm.

Das diesjährige Symposium steht unter dem Motto LowTech, also dem Bauen von hocheffizienten Gebäuden, aber mit dauerhaften und ressourcenschonenden regionalen baulichen Komponenten – weg von komplizierter Technik, hin zu einer Bauweise, die nach einfachen Prinzipien funktioniert. "Die Novelle der Wohnbauförderung setzt auf die Energieeffizienz und die Verwendung ökologischer Baustoffe bei der Errichtung von Häusern. Beides sind wichtige Ergänzungen bei der Umsetzung von nachhaltigem Bauen. Auch die Forschungsprojekte der Fachhochschule Salzburg zum Thema Lowtech beim Alpinen Bauen werden hier sichtbar. Ich freue mich, wenn diese Erkenntnisse künftig zu kostengünstigerem Wohnbau führen und somit die Realisierung der eigenen vier Wände unterstützt“, sagte Klambauer.

Pfiffige Ideen für Bauen in den Alpen

Immer effizientere Gebäude erfordern oft eine technisch ausgeklügelte Bauweise einhergehend mit einem hohen Standard der gebäudetechnischen Anlagen. "Unser Lebensraum in den Alpen ist einzigartig, auch beim Klima. Für Häuser von morgen brauchen wir daher pfiffige Ideen und Gesamtlösungen, um Klimaschutz, Energieverbrauch, aber auch Komfort ausgewogen zu berücksichtigen", so Landtagspräsidentin Pallauf.

Exkursion zu Vorzeigeprojekten

Morgen findet eine Exkursion zu Vorzeigeprojekten in Salzburg statt, unter anderem zum Sportzentrum Nord in Salzburg-Liefering. Programminformationen und Anmeldung sind unter www.alpines-bauen.com möglich.

Unternehmen Bau-Wissen zugänglich machen

Die Veranstaltung wird im Projekt „Alpines Bauen – Low Tech“ über des EU-Programm Interreg Italia-Österreich gefördert und vom Netzwerk Alpines Bauen angeboten. Beteiligte wie beispielsweise die FH Salzburg und das Studio iSPACE der Research Studios Austria forschen dabei gemeinsam an der Zukunft des Bauwesens und machen praktische Ergebnisse auch für kleine und mittlere Unternehmen zugänglich. Ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen soll sich etablieren und durch die gewonnenen Ergebnisse zu einer Senkung des Energiebedarfs in Gebäuden und Siedlungen und damit auch zur Erreichung der Klimaziele und der Energieziele des Landes beitragen. LK_180927_61 (sm/grs)

Medienrückfragen: Melanie Reinhardt, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4910, Mobil: +43 664 5405895, E-Mail: melanie.reinhardt@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.