„Lohn für viele Stunden Arbeit am Instrument“

83 Talente bekommen Musikum-Leistungsabzeichen in Gold / Interview mit der „vergoldeten“ Posaunistin Katrin Frauenschuh (20)

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.10.2018
 

(LK)  Wer glaubt, nur Marcel Hirscher und Cristiano Ronaldo arbeiten hart für ihre Erfolge, kennt die Salzburger Jungmusikerinnen und Jungmusiker noch nicht: Sie üben unzählige Stunden an ihren Instrumenten, um zu den besten zu gehören. So wie die Sport-Superstars werden aber auch sie belohnt – zum Beispiel heute Abend mit dem Musikum-Leistungsabzeichen in Gold.

83 junge Musikantinnen und Musikanten bekommen diese Auszeichnung heute beim Festakt in der Salzburger Residenz, 49 davon haben gleichzeitig das Jungmusikerinnen- und Jungmusikerabzeichen in Gold des Landesblasmusikverbands abgelegt. Und sechs der Absolventinnen und Absolventen haben sich der Goldprüfung über den Blasmusikverband gestellt. Außerdem werden, im Beisein von Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, 70 Jahre Musikum gefeiert.

400 bestens ausgebildete Musiklehrer

„Das Können der Jugendlichen ist das Ergebnis einer umfassenden Ausbildung an der musikalischen Basis, die in Salzburg mit hoher Qualität vom Musikum und mit rund 400 bestens ausgebildeten Musiklehrerinnen und -lehrern angeboten wird“, so Landeshauptmann Haslauer.

Musik seit Jahrhunderten ein Markenzeichen des Landes

Kulturreferent Schellhorn betonte: „Musik ist seit Jahrhunderten ein Markenzeichen und wirtschaftlicher Eckpfeiler des Landes. Davon profitiert das ganze Land gesellschaftlich, kulturell und wirtschaftlich. Musik ist aber auch ein soziales Bindemittel, fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und funktioniert als Brückenbauer zwischen den Generationen.“

Die 20-jährige Posaunistin Katrin Frauenschuh aus Neumarkt am Wallersee (20 Jahre) erzählt dem Landes-Medienzentrum (LMZ), was das Besondere am Leistungsabzeichen ist und was man alles tun muss, um es zu bekommen.

LMZ: Wie groß ist die Vorfreude auf den Festakt heute Abend?

Katrin Frauenschuh: Die Vorfreude und auch die Aufregung sind groß. Die Auszeichnung ist schon was Besonderes. Man bekommt den Lohn für viele Stunden Arbeit am Instrument.

LMZ: Du hast die Abschlussprüfung an der Posaune gemacht. Gibt es noch ein Instrument, das du beherrscht?

Katrin Frauenschuh: Ja, Tenorhorn. Beide Instrumente haben ihre Reize. Aber ein kleines bisschen mehr Herausforderung ist für mich doch noch immer die Posaune.

LMZ: Du spielst seit 2014 Posaune. Fällt dir das Üben noch leicht?

Katrin Frauenschuh: Ja, ich habe immer gerne geübt. Das Schwierige ist die Zeiteinteilung. Ich studiere Tourismus-Management an der FH Salzburg, und einfach so kurz dazwischen das Instrument in die Hand nehmen mag ich nicht. Ich nehme mir Zeit, intensiv und konzentriert zu üben. Es gehört zur musikalischen Ausbildung neben dem Spielen ja noch viel mehr dazu: theoretische Übungen, Gehörbildung und technische Übungen. Ich will ja immer besser werden.

147 Musikkapellen mit rund 7.800 Musikern

Seit der Gründung des Musikum vor 70 Jahren ist ein dichtes Netz an Musikschulen entstanden. Heute erhalten rund 9.900 Schülerinnen und Schüler ihren Instrumental-, Gesangs- und Ensembleunterricht. Im Jahr 2017 gab es im Land Salzburg 147 Musikkapellen mit 7.810 Musikerinnen und Musikern, davon 4.173 unter 30 Jahre. 2.631 aktive und 1.614 nicht aktive Musikerinnen und Musiker stehen in Ausbildung.

Musikkapellen als Wirtschaftsfaktor

Die Musikkapellen sind auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor in der jeweiligen Region: Die Musikkapellen gaben im vergangenen Jahr mehr als 5,2 Millionen Euro aus und haben davon rund 3,6 Millionen Euro selber erwirtschaftet. Das sind immerhin fast 70 Prozent. INT_181002_51 (grs/ram)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at; Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at; Katharina Wimmer, Büro Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Tel. +43 662 8042-2600, Mobil: +43 664 1278655, E-Mail: katharina.wimmer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.