Raus aus dem toten Winkel

Schnöll: Minus zehn Prozent Unfälle im Straßenverkehr als Ziel

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.10.2018
 

(LK)  Endlich Grün: Der Lkw fährt los und übersieht einen Radfahrer. Unfälle wie dieser – auch mit Fußgängern – ereignen sich viel zu oft auf Salzburgs Straßen. Mit einer Kampagne wollen Land, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und Wirtschaftskammer bewusstmachen, dass der Fahrer Personen im direkten Umfeld des Lkw oft schwer oder gar nicht erkennen kann. „Nur so kann die Zahl der Unfälle reduziert werden“, erklärt Landesrat Stefan Schnöll anlässlich der Aktion.

Mit dem Salzburger Verkehrssicherheitsprogramm soll bis zum Jahr 2025 die Zahl der Unfälle um zehn Prozent sinken. „Ein besonderer Schwerpunkt gilt dabei den weniger geschützten Verkehrsteilnehmern, insbesondere den Fußgängern und Radfahrern“, so Schnöll.

Risiko bewusst machen und Gefahrenstellen entschärfen

Das Land Salzburg unterstützt über den Verkehrssicherheitsfonds jedes Jahr mit Verkehrserziehungsaktionen sowie Sicherheitsinitiativen oder Medienkampagnen. „Auch das Straßenbau-Budget des Landes ist ganz wesentlich aus dem Blickwinkel der Sicherheit zu betrachten, denn bei vielen Bauprojekten geht es in erster Linie um die Entschärfung von Gefahrenstellen im Straßennetz“, sagte der Verkehrsreferent bei der Präsentation der Kampagne.

Hilfen für Fahrzeug und Straße

Zusätzlich zu verschiedensten Infrastrukturmaßnahmen (z.B. vorgezogene Grünphasen für Radfahrer oder vorverlegte Aufstellflächen für Radfahrer im Kreuzungsbereich) und technischen Maßnahmen am Lkw (z.B. Spiegel, Kamera-Monitor-System, Abbiegeassistent, Notbremsassistent), die zur Vermeidung von Lkw-Unfällen aufgrund des toten Winkels beitragen sollen, setzen das KFV, WKS und Land auf die gezielte Ausbildung der Lkw-Fahrer.

Schüler erleben toten Winkel aus Fahrerperspektive

 

Für Schüler gibt es vom Land Salzburg bereits seit vielen Jahren eine erfolgreiche Verkehrserziehungsaktion. Kinder ab zehn Jahren erleben die Bedeutung des "toten Winkels" beim Lkw: Die jungen Menschen können sich vom Fahrersitz aus überzeugen, dass sie ihre Klassenkameraden im toten Winkel nicht sehen können - eine ganze Klasse "verschwindet". Vermittelt wird auch, was sie selber für ihre Sicherheit tun können. LK_181004_60 (sm/ram)

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-3341, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum.