Zwischenlösung für radiologische Versorgung im Pinzgau

Stöckl: Stadt Zell am See soll Ordination zur Verfügung stellen und GKK mit Wahlfacharzt direkt verrechnen / Runder Tisch für dauerhafte Lösung

Salzburger Landeskorrespondenz, 11.10.2018
 

(LK)  Zur Sicherstellung und Verbesserung der radiologischen Versorgung im Pinzgau hat Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl jetzt gemeinsam mit der Salzburger Ärztekammer eine Zwischenlösung erarbeitet: Ein Wahlfacharzt für Radiologie soll am ehemaligen Standort der Ordination Dr. Silli möglichst rasch kassenradiologische Leistungen anbieten. Eine dauerhafte Lösung soll ein Runder Tisch bringen, zu dem Stöckl alle Beteiligten eingeladen hat.

„Nachdem es dem Tauernklinikum in den vergangenen vier Jahren nicht gelungen ist, die radiologische Versorgung im Pinzgau zufriedenstellend sicherzustellen und die Ordination des ehemaligen niedergelassenen Radiologen Dr. Siegfried Silli derzeit geschlossen ist, habe ich in intensiven Gesprächen mit der Salzburger Ärztekammer einen Vorschlag im Sinne der Patientinnen und Patienten ausgearbeitet. Dieser sieht vor, dass in einer Übergangsphase ein Wahlfacharzt für Radiologie in Form einer Ordination in der früheren Praxis von Dr. Silli tätig ist. Diese zwischenzeitliche Lösung soll bis zur Klärung der endgültigen Versorgungssituation aufrecht bleiben“, teilte Stöckl heute mit.

Direktverrechnungsabkommen für Ordination

Um diese Zwischenlösung zu realisieren, ist Stöckl mit der Bitte an die Stadtgemeinde Zell am See herangetreten, die ehemalige Ordination von Dr. Silli zur Verfügung zu stellen. Die Salzburger Gebietskrankenkasse wurde ersucht, mit der Ärztekammer für die Zeit der Übergangsphase für diese Ordination ein Direktverrechnungsabkommen abzuschließen, sodass die Pinzgauer Patientinnen und Patienten diese Ordination wie jene eines Kassenarztes aufsuchen können.

Ärztekammer findet Radiologen

Die Ärztekammer hat gemeinsam mit dem zuständigen Fachgruppenobmann dem Gesundheitsreferenten zugesichert, kurzfristig eine interessierte Radiologin bzw. einen interessierten Radiologen für diese Ordination zu finden.

Beteiligte für dauerhafte Lösung zusammenbringen

„Ich hoffe, dass sowohl die Stadtgemeinde Zell am See als auch die Gebietskrankenkasse diesem Vorschlag zustimmen. In Vorgesprächen habe ich dazu positive Signale erhalten. Diese Übergangslösung könnte die Situation in der radiologischen Versorgung der Bevölkerung im Pinzgau rasch und einfach entspannen“, so Stöckl. Damit eine künftige und dauerhafte Lösung möglichst rasch aufgestellt werden kann, hat der Gesundheitsreferent Vertreter der Ärztekammer, der Gebietskrankenkasse, der Stadtgemeinde Zell am See, des Tauernklinikums und der Gesundheitsabteilung des Landes zu einem Runden Tisch eingeladen. LK_181011_63 (sm/kg)

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