Kraftwerk Dießbach jetzt mit hochmoderner Technologie

Erster Einsatz der innovativen Matrixpumpen

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.10.2018
 

(HP)  Das neue Pumpspeicherkraftwerk Dießbach im Pinzgau wurde heute eröffnet – und mit ihm die neue, hochmoderne Matrixpumpen-Technologie. Diese wurde von der Salzburg AG im eigenen Hause entwickelt. Die Pumpenkonfiguration ist einzigartig und ein weiterer Schritt hin zur Erreichung der Klima- und Energieziele.

Das Speicherkraftwerk besteht bereits seit mehr als 50 Jahren, nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit wurde es heute saniert und erweitert eröffnet. Ab sofort wird es als Pumpspeicherkraftwerk nicht nur Energie liefern, sondern auch bei Stromüberschuss zwischenspeichern.

Investitionen von knapp 30 Millionen Euro

„Der Ausbau des Kraftwerks ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung unserer Klima- und Energiestrategie. Die Wasserkraft hat in Salzburg einen hohen Stellenwert. Darüber hinaus setzen die Investitionen in Höhe von knapp 30 Millionen Euro einen starken regionalen Wirtschaftsimpuls“, unterstreicht Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Und Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn schließt sich an: „Der Strombedarf in Salzburg ist ständig im Steigen. Wir müssen hier vorsorgen und künftig noch stärker auf Quellen, die die Umwelt nicht belasten, setzen. Effizienz und der ökologisch behutsame Ausbau erneuerbarer Energien sind notwendige Voraussetzungen, um unsere Klima- und Energieziele zu erreichen.“

Kraftwerke werden „flexibler“

Die Anforderungen an die Lieferanten ändern sich ständig, daher: „Wir werden zukünftig mehr Energie brauchen, daher setzen wir in der Erzeugung verstärkt auch auf die Flexibilisierung bestehender Kraftwerke“, erklärt Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG.

Strom erzeugen und speichern

Die neue Matrixpumpe besteht aus 24 einzelnen Pumpen, die zusammengeschaltet werden. Dadurch wird das Kraftwerk nicht nur Strom erzeugen, sondern auch speichern. Das Wasser wird in den Turbinen im Tal abgearbeitet und sammelt sich in einem großen Unterbecken. Das Wasser wird dann in den rund 700 Meter höher gelegenen Speichersee zurückbefördert. „Damit ist die Anlage ideal, um die kurzfristigen Schwankungen von Wind- oder Photovoltaikanlagen auszugleichen und zur Versorgungssicherheit beizutragen“, erläutert Leonhard Schitter das innovative und einzigartige Konzept.

Technische Daten Kraftwerk Dießbach

  • Einzugsgebiet: 21,87 Quadratkilometer
  • Jahreserzeugung Strom: 36.000 Megawatt-Stunden (ohne Umwälzbetrieb)
  • Turbinen: zwei Stück liegende Freistrahl-Pelton-Turbinen
  • Ausbauwassermenge der Turbinen: vier Kubikmeter (entspricht zirka 27 Badewannen) pro Sekunde, Leistung 24 Megawatt
  • Matrixpumpe: Zusammenschluss aus 24 Stück siebenstufiger Radialpumpen
  • Ausbauwassermenge der Matrixpumpe: 3,3 Kubikmeter (entspricht zirka 22 Badewannen) pro Sekunde, Leistung 32 Megawatt
  • Fallhöhe: 728,46 Meter

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