Über den Tellerrand schauen

Aufkochen im Afro-Asiatischen Institut / 30 Jahr-Jubiläumsfeier heute Abend in der Kollegienkirche

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.10.2018
 

(LK) Indischer Tanzkurs, Spanisch-Sprachkurse, Bolivianischer Filmabend oder eine Exkursion zur Uno City in Wien: „Das Afro-Asiatische Institut schaut über den Tellerrand, greift entwicklungspolitische Themen auf und das gehört gefördert“, ist Bildungslandesrätin Maria Hutter überzeugt und betont, dass die neue Salzburger Landesregierung die große Bedeutung der Entwicklungspolitik erkannt und im Budget für das Jahr 2019 die Mittel für die Entwicklungshilfe verdreifacht hat. Das Bildungsprogramm des Afro-Asiatischen Instituts (AAI) ist vielseitig und verbindet seit 30 Jahren Kulturen aus aller Welt. Das Landes-Medienzentrum hat im Vorfeld der großen Jubiläumsfeier heute Abend die Teilnehmer bei einem Kochkurs begleitet.

Beim Aufkochen im AAI gibt es einiges Kulinarisches zu erfahren. Zum Beispiel: In Afrika heißt sie „Maniok“, in Asien „Cassava“ und in Lateinamerika „Yucca“ – die handtellergroße Wurzel ist im Kochkurs des Afro-Asiatischen Instituts äußerst beliebt. „In Uganda essen wir Maniok meistens gebraten“, erklärt Flavia (30), die Köchin des Abends. Neugierig beißen die Gäste in die unbekannte Speise. „Schmeckt fast wie Pommes“, bemerkt ein Teilnehmer erstaunt.

Die Kartoffel der Tropen

Die Zubereitung der Knolle ist ein Kapitel für sich. Flavia schneidet unter den interessierten Blicken der Gäste die große Knolle in kleinere Stücke. Danach geht es ans Schälen. Unter der dunkelbraunen Schale kommt blendend weißes Fruchtfleisch zum Vorschein. Dieses gilt es im Anschluss noch von der obersten Schicht zu befreien. „Das garantiert, dass die Speise nicht bitter schmeckt“, verrät Flavia das Geheimnis. „Vor allem in Ländern rund um den Äquator gedeiht sie prächtig und ist so beliebt wie bei uns die Kartoffel“, schildert Bildungsreferentin Elisabeth Feldbacher und ergänzt: „Unser Weltdinner ist weder ein Kochkurs noch handelt es sich um ein Restaurant, vielmehr geht es um das gemeinsame Tun und Lernen.“

Kulinarische Weltreise geht weiter…

Nach der Vorspeise aus Uganda wird gekochter Maniok mit gebratenem Gemüse und Erdnusssoße nach karibischer Art aufgetischt. Der krönende kulinarische Abschluss: Eine Art Maniokkuchen mit Pudding nach philippinischer Rezeptur. Allen schmeckt es köstlich. „Von Menschen unterschiedlichster Kulturen etwas zu lernen, finde ich super und es erweitert meinen Horizont“, freut sich eine Teilnehmerin.

Unterstützung für international Studierende

Neben den unterschiedlichsten Veranstaltungen, vergibt das Afro-Asiatische Institut aber auch Stipendien für Studierende aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Flavia hat beispielsweise so ein Stipendium für ihr Masterstudium „Innovation & Management in Tourism“ vor etwa zwei Jahren bekommen. „Nun gebe ich gerne etwas zurück, indem ich mein Wissen und meine Kochkünste vermittle. Ich fühl´ mich hier am Institut auch irgendwie zu Hause“, sagt die 30-Jährige abschließend.

Großes Jubiläumsfest heute Abend

Auch Flavia und ihre Kochkursteilnehmer freuen sich auf das große 30-Jahr-Jubiläumsfest heute Abend in der Kollegienkirche. „Mit der Verbindung von kultureller Begegnung und Sensibilisierung für nachhaltige Themen schreiten wir auch den kommenden 30 Jahren freudig entgegen“, fiebert die Geschäftsführerin Elke Giacomozzi auf die heutige Geburtstagsfeier hin. REP_181025_30 (jus/mel)

Das Landes-Medienzentrum (Franz Neumayr) wird den Medien von der Jubiläumsfeier Fotos anbieten.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Ziel des AAI ist es, entwicklungspolitische Bildungsarbeit zu leisten, interkulturelle Begegnungen zu ermöglichen und den interreligiösen Dialog zu fördern.
  • 34 Studierende erhielten in den vergangenen fünf Jahren ein Stipendium.
  • Etwa 50 Bildungs- und Kulturprogramme werden vom AAI jährlich angeboten.
  • Das AAI ist eine eigenständige, aber universitätsnahe Einrichtung und wird aus öffentlichen und kirchlichen Mitteln gefördert.
  • Vom Land Salzburg wird das AAI mit 18.500 Euro jährlich gefördert.

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum.