Das BORG Oberndorf hat ein neues Zuhause

Eine ganz spezielle Schule / Interview mit der „doppelten“ Direktorin

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.10.2018
 

(LK) Diese Schule ist in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes! Das BORG Oberndorf ist eine „Außenstelle“ der „Mutterschule“ im Salzburger Nonntal. Seit diesem Jahr haben die 164 Schüler und 37 Lehrer aber ein eigenes Gebäude in der Flachgauer Gemeinde. Der finale Schritt zur eigenständigen Schule fehlt aber noch.

 

 

„Eine eigenständige Schule wäre schön und brächte wahrscheinlich auch viele Vorteile. Die Zahlen der Anmeldungen und das große Einzugsgebiet bis nach Oberösterreich würden dafürsprechen“, so Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf in Vertretung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der feierlichen Eröffnung des neuen Gebäudes. Sie wurde herzlich aufgenommen, offenbar ein Markenzeichen der Schule.

Ein Außen-Team mit Herzblut und Engagement

Dass hier die Ausbildung mit den Schwerpunkten Naturwissenschaft und Musik auf höchstem Niveau stattfindet und vielen Schülerinnen und Schülern der weite Weg nach Salzburg erspart bleibt, ist einem engagierten Team zu verdanken. Direktorin Ingrid Rathmair-Rosenkranz, hauptsächlich im Nonntal stationiert, kann dabei vor Ort in der Oberndorfer Watzmannstraße auf das Lehrerteam rund um Karin Hochradl, Manfred Baumgartner und Markus Platajs setzen. „Sie sind wirklich mit Herzblut dabei, engagieren sich, wo es nur geht und das weit über ihre Pflichten hinaus“, streut die Direktorin Rosen.

Wichtiger Schulstandort Oberndorf

Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf zeigte sich beim Rundgang durch das neue Schulgebäude, bisher waren die dislozierten Klassen in der HAK und später in Containern untergebracht, beeindruckt. „Eine schöne Schule, der von den Jugendlichen und Lehrern Leben eingehaucht wird, denn die Infrastruktur ist sehr wichtig, aber nicht alles. Die Herzlichkeit hier ist spürbar“, so Pallauf.

Herausforderungen und elf „Schul-Babys“

Das Landes-Medienzentrum (LMZ) hat mit Ingrid Rathmair-Rosenkranz darüber gesprochen, wie es so ist als „doppelte“ Direktorin und was den Charme der Oberndorfer Schule ausmacht.

LMZ: Frau Direktor, wie oft schaffen Sie es nach Oberndorf?

Rathmair-Rosenkranz: Einmal pro Woche bin ich an diesem Standort, mehr Zeit bleibt leider nicht. Aber ich habe wie gesagt vor Ort ein Team, auf das ich mich voll und ganz verlassen kann.

LMZ: Wie wichtig ist denn die so genannte „Außenstelle“?

Rathmair-Rosenkranz: Der Bedarf nach einem BORG in Oberndorf ist groß, das zeigen die Schülerzahlen. Alleine heuer haben 60 neue begonnen, insgesamt sind wir jetzt bei acht Klassen und 164 Schülerinnen und Schülern.

LMZ: Jetzt ist man in ein eigenes Gebäude gezogen, zur eigenständigen Schule fehlt nicht mehr viel, oder?

Rathmair-Rosenkranz: Jetzt überwiegt einmal die Freude über unser neues Schulgebäude. Ich denke, es wäre ein wichtiger Schritt, eine eigenständige Schule zu werden, denn der logistische Aufwand ist relativ groß, zum Beispiel bei der Zentralmatura. Aber auch ein eigener Schulwart, mehr Stunden für unsere schöne Bibliothek und so weiter wären enorm wichtig für den Standort. Und auch ich stoße ganz persönlich an meine Grenzen, weil ich nicht so viel Zeit für Oberndorf aufbringen kann, wie ich eigentlich möchte.

LMZ: Gibt es bei den Lehrern Synergien, die man nützen kann?

Rathmair-Rosenkranz: Da ist Oberndorf ziemlich eigenständig. Es gibt drei Kollegen, die im Nonntal tätig sind, aber auch ein paar Stunden im Flachgau unterrichten. Das hat einen auch etwas humorvollen Vorteil: Die Mathematik- und Physiklehrerin ist sozusagen „Postbotin“ zwischen Salzburg und Oberndorf.

LMZ: Man hat den Eindruck, Oberndorf hat eine extra Portion Charme. Stimmt das?

Rathmair-Rosenkranz: Ja, das glaube ich schon. Das schon erwähnte Herzblut, das hier fließt, das große Engagement machen ihn unter anderem aus. Aber auch das extrem junge Pädagogen-Team, das einen ganz anderen Zugang zur Digitalisierung und den sozialen Medien hat. Und: Wir zählen schon zehn „Schul-Babys, im Jänner kommt das elfte. Auch eine Herausforderung, aber eine schöne. LK_181025_70 (mel/sab)

Medienrückfragen: Katharina Wimmer, Büro Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Tel. +43 662 8042-2600, Mobil: +43 664 1278655, E-Mail: katharina.wimmer@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum