Beherzter Einsatz für eine atomfreie Zukunft

Schellhorn: Nuclear-Free Future Awards an Preisträger aus Australien, Kasachstan, England, Frankreich und Österreich

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.10.2018
 

(LK) In Salzburg wurden gestern die Nuclear-Free-Future-Awards 2018 vergeben. Mit diesem Preis werden seit 20 Jahren Menschen und Initiativen ausgezeichnet, die sich für eine atomfreie Zukunft einsetzen. „Wir danken damit jenen, die sich mit viel Engagement um Aufklärung bemühen und sich für Lösungen einsetzen“, betonte Umweltreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn beim Festakt der Großen Aula der Universität.

Die mit insgesamt 30.000 US-Dollar dotierten Nuclear-Freee Future Awards gingen an den Australier Jeffrey Lee (Kategorie Widerstand), Karipbek Kuyukov aus Kasachstan (Aufklärung), die Britin Linda Walker (Lösung), Didier und Paulette Anger aus Frankreich sowie Peter Weish, der als Vater der österreichischen Anti-Atombewegung gilt (Ehrenpreise für Lebenswerk). „Sie alle eint das Ziel einer atomfreien, sicheren und klimaschonenden Zukunft. Sie bleiben dran, auch wenn andere Themen die Berichterstattung und unser Bewusstsein dominieren. So ein durchgehendes Engagement ist für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung und eine besondere Leistung“, zeigte sich Schellhorn beeindruckt.

Import-Strom oft aus Atom- und Kohlekraftwerken

Der Umweltreferent erinnerte beim Festakt an das Jahr 1978, in dem sich Österreich in einer Volksabstimmung gegen den Betrieb des bereits fertig gestellten Atomkraftwerks Zwentendorf entschieden hatte und bezeichnete dies als „wichtigen Meilenstein für die Anti-Atombewegung und einen Startschuss für eine nachhaltige Energiezukunft“. Er wies darauf hin, dass sich in den vergangenen vier Jahrzehnten auf dem Energiesektor zwar viel getan habe: Erneuerbare Energien, Öko-Strom, Elektro-Mobilität sind wichtige Schlagworte vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels. „Doch wir sind noch ein beachtliches Stück davon entfernt, energieautark und klimaneutral zu sein. Österreich importiert Strom in großen Mengen. Im vergangenen Jahr haben wir sieben Milliarden Kilowattstunden importiert und dafür 10,7 Milliarden Euro ausgegeben. Oft genug stammt dieser Import-Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken“, so Schellhorn.

Preis für einen langen Atem

Um Veränderungen zu ermöglichen, brauche es einen langen Atem, ist der Umweltreferent überzeugt. Die Preisverleihung fand in Kooperation mit der Leopold-Kohr-Akademie statt. Der Festakt, von Konstantin Wecker musikalisch begleitet, galt auch dem Jubiläum 20 Jahre Nuclear-Free Future Award. Die erste Veranstaltung war 1998 in Salzburg, dazwischen reiste der Preis um die Welt und kehrte am Mittwoch sozusagen nach Hause zurück. LK_2018 181025_40 (sab/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at Redaktion: Landes-Medienzentrum.

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