Unwetter-Lage in Salzburg entspannt sich

Sturm und Hochwasser / 1.000 Helfer in der Nacht im Einsatz

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.10.2018
 

(LK) Land unter in Muhr im Lungau, zahlreiche Sturmschäden und umgestürzte Bäume, über die Ufer getretene Flüsse und Bäche, mehrere Muren, Keller unter Wasser – die Nacht auf Dienstag verlangte dem Katastrophenschutz sowie rund 1.000 Feuerwehrleuten, Einsatzorganisationen und Helfern viel ab. Die beste Nachricht des Tages: Es wurden aus derzeitiger Sicht keine Personen verletzt, Regen wie auch Sturm lassen am Dienstag nach.

Die Aufräumarbeiten nach der Unwetternacht sind im ganzen Land in vollem Gange, 42 Feuerwehren und beinahe 1.000 Feuerwehrleute absolvierten 214 Einsätze im ganzen Land. Während sich die Einsätze im Flachgau und Tennengau hauptsächlich um umgestürzte Bäume drehten, kämpfte der Süden des Landes mit Sturm und Hochwasser. Das Ortszentrum von Muhr wurde von der über die Ufer getretene Mur überschwemmt, sechs Häuser waren davon hauptsächlich betroffen. Um die Bevölkerung zu schützen, wurde am Montagabend Zivilschutzalarm ausgelöst, Dienstagfrüh war die Gefahr gebannt.

Landeshauptmann in Kontakt mit den betroffenen Gemeinden

„Unsere Einsatzkräfte in Stadt und Land leisten wieder einmal hervorragende Arbeit. Zum Glück kamen bisher keine Personen zu Schaden. Ich bedanke mich im Namen aller Salzburgerinnen und Salzburger sehr herzlich für die erbrachten Hilfsleistungen, auf unsere Einsatzkräfte ist einfach immer Verlass“, unterstreicht Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der auch in ständigem Kontakt mit den Verantwortlichen in den besonders betroffenen Gebieten steht. Landesrätin Maria Hutter ist in Vertretung von Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrat Josef Schwaiger (Katastrophenfonds) auf dem Weg nach Muhr im Lungau. Sie wird sich dort persönlich ein Bild von der Lage, den Schäden und den Aufräumarbeiten machen.

Pegelstände der Flüsse gingen zurück

Am Dienstagfrüh entspannte sich durch den nachlassenden Regen die Hochwasserlage an Flüssen und Bächen. An der Mess-Stelle Wallnerau in Schwarzach wurde die Meldegrenze erreicht, ebenso wie in Bad Hofgastein, Werfen, Mörtelsdorf (Lungau) und Kendlbruck (Lungau), das meldete der Hydrographische Dienst des Landes Salzburg. Auch im Oberpinzgau (Mittersill) und Großarl zogen sich die Wassermassen zurück. Der Hochwasserschutz im Gasteinertal und Großarl, er wurde schnell und effektiv aufgebaut, hat sich bewährt. Die Einsatzkräfte bestätigen: Dadurch wurde Schlimmeres verhindert.

Straßensperren teilweise wieder aufgehoben

Die Rauriser Landesstraße konnte nach der Totalsperre in der Nacht dann am Dienstagabend nach einem Murenabgang wieder einspurig geöffnet werden. Die Aufräumarbeiten werden hier noch ein bis drei Tage dauern. In Muhr konnten die Straßen zumindest für die Helfer wieder geöffnet werden, hier wird zur Stunde intensiv gearbeitet, um die Verbindung wiederherzustellen.

Bis zu 3.500 Haushalte ohne Strom

Auch für die Salzburg AG war es in der Nacht auf Dienstag ein Großeinsatz. Gegen 23 Uhr waren zirka 3.500 Haushalte ohne Strom, 50 Mitarbeiter arbeiteten an der Behebung der Schäden. Dienstagfrüh waren in Lofer, St. Koloman sowie in Zederhaus und Muhr noch 300 Haushalte ohne Strom.

Regen und Sturm lassen nach

Gute Nachrichten gibt es von den Meteorologen. Im Laufe des Dienstags lassen sowohl Regen als auch der Sturm nach. Das erleichtert die intensiven Aufräumarbeiten ein wenig. Am Dienstagfrüh erreichte der Föhnsturm auch die Stadt Salzburg und richtete unter anderem erhebliche Schäden an der Festung an (siehe heutige Meldung der Landeskorrespondenz, „Erhebliche Sturmschäden auf der Festung“). LK_181030_71 (mel/grs)

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Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum