Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz im Einklang

Energiestandort Europa im Spannungsfeld der Geopolitik beim Industrie- und Zukunftsforum

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.11.2018
 

(HP) „Energie entscheidet über die Standortqualität einer Region, über Attraktivität und Lebensqualität. Denn Energie ist Infrastruktur: man muss sie planen und schützen“, stellte Landeshauptmann Wilfried Haslauer dem Industrie- und Zukunftsforum voran.

Rund 350 Unternehmer und Manager waren heute zum Industrie- und Zukunftsforum unter dem Motto „Der Energiestandort Europa im Spannungsfeld der Geopolitik“ in den Hangar-7 gekommen.

Es braucht eine europäische Energiestrategie

Warum eine europäische Klima- und Energiestrategie einen Gleichklang von Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz braucht, erläuterte OMV-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele. „Wir stehen stärker denn je im wirtschaftlichen, aber auch im politischen Wettbewerb und erleben eine Koppelung von Außen- und Wirtschaftspolitik“, so Seele. Dies zeichne sich etwa durch die Sanktionen der USA ab. Für das rohstoffarme Europa sei eine Strategie zur Absicherung der gesamten Versorgungskette wichtig: „Wir müssen die Speicherkapazitäten über Investitionen absichern und den Blick in Richtung Russland und Mittlerer Osten richten. Dort liegen die Gasreserven für uns in Pipeline-Reichweite“, brachte es der OMV-Manager auf den Punkt. Zwar gehöre die Zukunft den erneuerbaren Energien, doch noch seien es Öl und Erdgas, die rund die Hälfte des Primärenergiebedarfs decken.

Reformen umsetzen

„Die Industrie steht aktuell vor der Herausforderung, die derzeitige Auftrags- und Konjunkturlage zu halten. Das Expansionstempo hat sich verlangsamt, die ungewisse Ausgestaltung des Brexit und aktuelle Tendenzen in der internationalen Handelspolitik werfen ihre Schatten auf die Konjunkturprognose. Umso wichtiger ist es, die angekündigten Reformen jetzt umzusetzen“, so Peter Unterkofler, Präsident der Salzburger Industriellenvereinigung. LK_181108_60 (sm/ram)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum