Jetzt kommt der Lungau ins Traklhaus

Schellhorn: Neue Ausstellungsserie stellt Künstler aus allen Salzburger Bezirken vor

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.11.2018
 

(LK)  Sie war bereits auf der Wiener Kunstmesse „Parallel“ und auf Schloss Kuenburg in Tamsweg – jetzt kommt die Ausstellung mit Werken von gebürtigen Lungauer Künstlerinnen und Künstlern in die Landesgalerie. „Der Lungau macht den Auftakt zu einer neuen Serie, in der Talente aus den Salzburger Regionen vorgestellt werden“, informierte Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn heute im Traklhaus.

Acht Künstler und eine Künstlerin sind mit Graphiken, Malerei, Fotografien und Objekten am Salzburger Waagplatz 1a versammelt. „Den Fokus stärker auf die Regionen zu legen ist mir besonders wichtig und eine zentrale Maßnahme des Kulturentwicklungsplans für Salzburg. Das Ausstellungskonzept der neuen Traklhaus-Serie spiegelt dieses Vorhaben wider und holt außerdem Künstlerinnen und Künstler an ihren Herkunftsort zurück“, so Schellhorn.

Hier die Details zu einzelnen ausgestellten Werken:

Geschwisterpaar als Künstler

Elisabeth Grübl ist viel auf Reisen, wo sie die Gegenstände in den Arbeitsräumen ihrer Kolleginnen und Kollegen zu einer Skulptur verdichtet. Zu sehen sind drei großformatige Fotografien davon. Ihr Bruder Manfred Grübl hat 2014 eine Kunst-Aktion realisiert, dazu eine Briefmarke entworfen und sich als Postbote in der Uniform seines Vaters inszeniert.

Marmor im Kunststoff-Look

Bartholomäus Kinner wird drei unterschiedlich große Installationen und Objekte aus Metall und Stein vorstellen, zum Beispiel einen grauen Marmor-Block, der wie ein Stück Kunststoff über ein Metallgeländer hängt und im Eingang zum Traklhaus platziert wurde oder einen Sessel, der mit Büchern gefüllt ist.

Gesichter auf den zweiten Blick

Von Dieter Kleinpeter kommen mehrere Serien von Zeichnungen und kleinformatigen Malereien auf Leinwand. Den umgekehrten Weg geht Dominik Louda: Er beschäftigt sich in seinen Bildern mit Architektur-Elementen, Details aus Bauten, die zu abstrakten Motiven werden können.

Reduziertes und Großformatiges

Der Maler Franz Stefan Lun, der nicht wie die anderen Künstler in Wien, sondern in Oberösterreich lebt und arbeitet, zeigt Bilder auf Leinwand, die sehr reduziert sind und durch dezente Farbflächen wirken. Karl Schnetzinger hat farbintensive, großformatige Leinwände für diese Ausstellung vorgeschlagen.

Ironisches und Böses auf China-Papier

Heimo Wallner ist im Lungau aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in den USA. Seine mit Tusche schnell auf dünnes China-Papier gesetzten Zeichnungen sind eine kritische, ironische und manchmal böse Auseinandersetzung mit seinen persönlichen Erfahrungen im Lungau. Außerdem zeigt Heimo Wallner ein aufblasbares Textil-Objekt, bei dem die Zeichnung innen zu entdecken ist.

Comicartige Organe vor Städte-Landschaften

Eine weitere Objekt-Gruppe kommt von Stefan Wirnsperger. Schematische Darstellungen von Organen, die in ihrer reduzierten Form fast comicartig aussehen, werden auf Metallstäben im Raum platziert. Dazu werden kleinformatige, farbintensive Leinwände mit übereinander geschichteten Städte-Landschaften gehängt.

Mehr Informationen

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Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum