Festung Hohensalzburg bekommt ein neues Museum

Stöckl: Bau des Wahrzeichens und der Beginn der Feuerwaffen im Fokus / Eröffnung im Juni 2019

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.11.2018
 

(HP)  Salzburgs Wahrzeichen, die Festung Hohensalzburg, bekommt ein neues Museum. Das historische Zeughaus wurde in seine ursprüngliche Größe zurückgebaut. Die neue Ausstellung zeigt die Entwicklung des Festungsbaus mit der Einführung der Feuerwaffen. Der Startschuss für den Umbau erfolgte bereits Anfang November. Eröffnet wird das Museum im Juni 2019.

Ihr Zuhause findet die neue Ausstellung in einem der historischen Zeughäuser.  Jahrhundertelang wurden dort für den Ernstfall Geschütze, Rüstungen und Handwaffen gelagert. Im Laufe der Zeit wurde vieles davon verkauft oder verschwand in den dunklen Kanälen der Geschichte. Damit verloren die Zeughäuser ihre ursprüngliche Bedeutung. Aus dem ersten wurde die Burgschenke, aus dem zweiten eine Garage mit Werkstätte und aus dem dritten das Festungsrestaurant.

Aus der Garage wird wieder ein Zeughaus

„Die Idee, das alte Zeughaus wieder in seine ursprüngliche Form zurückzubauen, war und ist sehr gut. Doch in dem Gebäude auch die historische Nutzung zeigen zu können, ist noch besser“, so Max Brunner, Geschäftsführer der Salzburger Burgen und Schlösser (SBSB). Durch eine Neuorganisation der Räume wird aus der Garage wieder ein Zeughaus. Dieses erzählt die Geschichte der Geschütze, Rüstungen und Handwaffen auf der Festung. Neben deren Entwicklung wird auch die Auswirkung der Kriegstechnik auf den neuzeitlichen Festungsbau dargestellt. Anhand von interaktiven Modellen können Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Möglichkeiten von Angriff und Verteidigung auf einer mittelalterlichen Burganlage selber ausprobieren.

Stöckl: „Historische Bedeutung zeitgemäß vermitteln“

„Die Festung Hohensalzburg ist eines der Wahrzeichen unseres Landes. Ihre Erhaltung für künftige Generationen ist ein wichtiger Auftrag. Zugleich ist es uns ein großes Anliegen, die historische Bedeutung des Bauwerkes zeitgemäß zu vermitteln. Mit dem neuen Museum und den begleitenden Baumaßnahmen erfüllen wir diesen doppelten Auftrag“, betont Landeshauptmann Stellvertreter Christian Stöckl. Die Gesamtkosten für die bauliche Sanierung und das Museumskonzept betragen rund 1,5 Millionen Euro.

Straffer Zeitplan für den Umbau

Derzeit erkunden Archäologen und Bauforscher die Details der historischen Bausubstanz. Ab Jänner 2019 wird die gesamte Haus- und Elektrotechnik installiert, ab März folgt der Innenausbau und der Einbau der Museumseinrichtung. Eröffnet wird das neue Zeughausmuseum voraussichtlich am 8. Juni 2019 anlässlich des 500. Todestages des Fürsterzbischofs Leonhard von Keutschach und der Inthronisation seines Nachfolgers, Fürsterzbischof Kardinal Matthäus Lang.

Neue Attraktion, weniger Wartezeiten

Das Museum erweitert aber nicht nur das Angebot auf Salzburgs meistbesuchter Sehenswürdigkeit. „Vor allem in den Sommermonaten kommt es bei den Fürstenzimmern immer wieder zu Wartezeiten. Durch das neue Museum schaffen wir einen weiteren attraktiven Punkt, der dazu führen wird, dass sich die Besucherinnen und Besucher am Festungsgelände besser verteilen“, betont Max Brunner.

Wichtiger Schritt für Barrierefreiheit auf der Festung

Positiv wirkt sich das Bauprojekt auch auf die Barrierefreiheit der Festung aus. Bisher war für Menschen im Rollstuhl nur die Panoramaterrasse uneingeschränkt zugänglich. Durch einen neuen Aufzug im Glockenturm haben sie künftig Zugang zum Burghof, zur Taverne, zur Kuenburgbastei und natürlich zum neuen Museum. LK_181121_50 (grs/mel)

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum