Niederösterreich als „Energie-Vorbild“

Schellhorn: Konstruktives Treffen mit Kollege Stephan Pernkopf

Salzburger Landeskorrespondenz, 23.11.2018
 

(HP)  Die gemeinsame Anti-Atompolitik und der Ausbau erneuerbarer Energie standen kürzlich im Mittelpunkt eines Treffens der beiden Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Salzburg) und Stephan Pernkopf (Niederösterreich), beide in ihren Ländern für das Umweltressort zuständig. „Der Austausch war für mich sehr wertvoll“, kommentierte Schellhorn das Arbeitsgespräch im symbolträchtigen Zwentendorf.

„Niederösterreich ist sicherlich ein Vorbild, wie mit konsequenter Informationspolitik ein ausgeglichener Mix an erneuerbaren Energieformen geschaffen und das Land unabhängig von Stromimporten werden kann“, so Salzburgs Umweltreferent Heinrich Schellhorn. Der Hintergrund: Niederösterreich deckt den Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie. „Damit sind wir Klima-Vorbild in Europa und der Welt. Die Energiewende ist nicht vom Himmel gefallen. Wir arbeiten ausdauernd und zielstrebig daran, dass unser Land weiter so lebenswert bleibt“, betonte Pernkopf.

Plädoyer für Komplettausstieg aus der Atomkraft

Einig waren sich die beiden Politiker darüber, dass der Komplettausstieg aus der Atomkraft der einzige Weg ist. Heinrich Schellhorn zeigte sich überzeugt: „Der Widerstand gegen das seinerzeit fertig gebaute Atomkraftwerk Zwentendorf war unglaublich wichtig und richtig. Tschernobyl und Fukushima haben uns die lebensbedrohlichen Risiken der Atomenergie dramatisch vor Augen geführt.“ Zwentendorf ging dank der Volksabstimmung vor 40 Jahren nie in Betrieb, auf dem Gelände wird heute sauberer Sonnenstrom produziert.

Niederösterreich setzt auf Windkraft

Große Bedeutung für die Energiewende misst Pernkopf der Windkraft bei: „Mit der jährlichen Stromproduktion aller Windräder in Niederösterreich könnten wir mehr als 820.000 Haushalte mit Strom versorgen. Das machen wir, um unser Klima zu schützen und die Wertschöpfung im Land zu halten.“ Für seinen Salzburger Amtskollegen Schellhorn ist das „Potenzial für die Erzeugung von Windenergie in Salzburg sicher kleiner“, aber er betont: „Es ist vorhanden.“ LK_181123_41 (sab/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum