Gemeinsam gegen den Klimawandel

Agenda-21-Netzwerktreffen in Neumarkt

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.11.2018
 

(HP)  Agenda 21! Das steht für aktuell 25 Gemeinden in Salzburg, die daran arbeiten, unsere Lebensqualität zu erhalten und auch zu verbessern. In Neumarkt am Wallersee trafen sich die Projektpartner und Bürgermeister. Großes Thema: Der Klimawandel und was jede einzelne Gemeinde dagegen tun kann.

Unter dem heißen und trockenen Sommer haben zahlreiche Salzburger Gemeinden gelitten, zum Beispiel Seeham. „Das Trinkwasser wurde knapp, der Seespiegel ist bei uns so niedrig wie schon lange nicht mehr. Das ist nicht selbstverständlich, sondern zeigt, dass wir mittendrin stecken im Klimawandel,“ betont der Seehamer Bürgermeister Peter Altendorfer.

Schellhorn: „Bei uns selber ansetzen“

Landeshauptmann-Stellvertreter und Umweltreferent Heinrich Schellhorn jedenfalls betont: „Wir haben es im Sommer erlebt, dass der Klimawandel in vollem Gang ist. Dem können wir nur gegensteuern, wenn wir rasch handeln, und zwar auf Bundes- und Länderebene sowie in den Gemeinden. Deswegen ist das Nachhaltigkeitsprogramm Agenda 21, das lokal, also direkt bei uns selber, ansetzt, so wichtig und wirkungsvoll. Wir schaffen die Herausforderung Klimawandel nur, wenn wir wirklich überall konkrete Schritte setzen."

Der Klimawandel ist auch in Salzburg spürbar

Dass der CO2-Fußabdruck eines durchschnittlichen Österreichers 10 t pro Jahr beträgt, während 2,5 t CO2 pro Jahr klimagerecht wären, zeigte beim Agenda 21-Treffen in Neumarkt die Dringlichkeit, das eigene Verhalten zu verändern auf. Am Ende des Jahrhunderts wird die Durchschnittstemperatur in Salzburg im besten Fall, und unter Anstrengungen, der heutigen Durchschnittstemperatur am Gardasee entsprechen. Im schlechtesten Fall, ohne weitere Anstrengungen im Klimaschutz, jener von Palermo. Die Auswirkungen können fatal sein, so wie der Starkregen heuer im Glemmtal und in Muhr, Hochwasser und Muren waren die Folge.

Initiativen tauschten sich in Neumarkt aus

„In den Agenda 21 Gemeinden bilden sich immer mehr Initiativen und Projekte, die zeigen, dass Menschen bewusster und klimagerechter leben wollen. Mit unserem Netzwerktreffen wollen wir diesen Menschen einen Raum für Austausch geben,“ sagt Kristina Sommerauer vom Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen. Und genau das ist in Neumarkt gelungen. LK_181121_130 (cs/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum