Skulpturenpreis des Landes an David Eisl

Klanginstallation „Club 27“ vereint Georg Trakl und zeitgenössische Musikschaffende

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.11.2018
 

(LK) Der Skulpturenpreis des Landes geht in diesem Jahr an David Eisl. Er überzeugte die Jury mit seinem Vorschlag einer Klanginstallation, bei der Textfragmente von Georg Trakl und verschiedenen Musikschaffenden der jüngeren Vergangenheit eingesetzt werden. Ihnen allen gemeinsam: das Wort als gemeinsame Sprache und das Alter von 27 Jahren.

Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn zeigte sich angetan von der Arbeit des Preisträgers: „Mit dieser Installation bekommt der Skulpturenbegriff eine Erweiterung: David Eisls Werk wird ein Hörerlebnis sein, das Passanten zum Verweilen einlädt. lch freue mich bereits jetzt auf die Soundskulptur im Traklhaus-Durchgang.“ Schellhorn wird David Eisl am 27. November bei der Kunst- und Kulturpreisverleihung in der Salzburger Residenz den Skulpturenpreis des Landes überreichen.     

Amy Winehouse trifft auf Trakl

Amy Winehouse, Kurt Cobain, Jim Morrison, Janis Joplin, Jimi Hendrix und der 1914 verstorbene Dichter Georg Trakl gehören dem „Club 27“, so der Titel der Soundskulptur, an. Sie alle wurden nur 27 Jahre alt. Für die Klanginstallation werden Lautsprecher an fünf Positionen im Raum montiert, die für die jeweiligen Künstler stehen und aus denen Textfragmente der „Club 27er“ erklingen - gesprochen von einem Schauspieler sowie amerikanischen und englischen Native Speakern. „Es geht darum, die Texte Georg Trakls in Bezug zu Musikschaffenden der jüngeren Vergangenheit zu stellen, deren Werke in einem ähnlichen Spannungsverhältnis zur Welt standen wie das seine“, so der Preisträger.

Soundskulptur begeisterte Jury

Mit der Soundinstallation als Skulptur begeisterte David Eisl die Jury, deren Mitglieder betonen: „Weil damit nicht nur zu Georg Trakl ein Bezug geschaffen wird, sondern auch verschiedene Sparten wie Literatur, Musik und Bildende Kunst, einen Zusammenschluss erfahren. Der Künstler erweitert mit dieser Skulptur sein eigenes Repertoire und schenkt den Betrachtenden einen direkten Zugang, der an zeitgenössische Lebenswelten und Biografien anknüpft. Die Klanginstallation wird durch die zeitlich gestaffelten eingespielten Texte immer neu erlebbar, je nach Aufenthaltsdauer verändert sich der Eindruck“.

Voraussichtlich im Jänner 2019 wird die Soundskulptur im Eingangsbereich des Traklhauses präsentiert und ist dann drei Jahre dort zu sehen. LK_181122_41 (sab/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum