Ein Mitbringsel aus Hamburg

Diakonie und Schüler überbringen Adventkranz / Ursprünglich ein protestantisches Symbol

Salzburger Landeskorrespondenz, 27.11.2018
 

(LK) Der Advent gilt als Besinnungs- und Vorbereitungszeit. Mit dieser vorweihnachtlichen Zeit eng verbunden ist der Adventkranz, der jedoch nicht in unseren Breiten entstanden ist. Vertreter und Schüler der Neuen Mittelschule der Diakonie überraschten Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn und Landesrätin Maria Hutter mit einem selbstgemachten Exemplar.

„Für mich symbolisiert das Anzünden der ersten Kerze den Beginn der Weihnachtszeit und weckt damit wertvolle Erinnerungen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Der Advent soll uns zur Ruhe kommen lassen und viel Zeit mit unseren Lieben schenken. Vielen Dank an die Diakonie für dieses liebe Geschenk“, freut sich Landesrätin Maria Hutter.

Keine Weihnachtszeit ohne Adventkranz

"Nicht nur für Menschen mit religiösem Bekenntnis ist der Adventkranz heute mittlerweile ein unverzichtbares Requisit, das Ruhe, Besinnung und Werte zwischenmenschlicher Kommunikation ins Bewusstsein ruft", so Ulrike Kammerhofer, Leiterin des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde.

Als Erfinder des Adventkranzes gilt der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern. In seinem Haus, einer Wohnstätte für sozial gefährdete Jugendliche in Hamburg hängte er 1839 einen Holzleuchter mit vier großen und 19 kleinen Kerzen auf. Der Schmuck mit Tannenreisig (ab 1860) führte im Lauf des späten 19. Jahrhunderts zum Adventkranz, wie er heute bekannt ist. Im Ersten Weltkrieg galten Adventkränze als Hoffnungszeichen in den Lazaretten und verbreiteten sich so allmählich auch in katholischen Gebieten. BT_181127_140 (lk/ram)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at und  Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum