Für uns Spaß, für Wildtiere ein Kampf ums Überleben

Schwaiger: Tipps für einen rücksichtsvollen Umgang mit Wildtieren unter www.respektieredeinegrenzen.at

Salzburger Landeskorrespondenz, 02.12.2018
 

(LK)  Winter bedeutet für uns Sport und Spaß auf und abseits der Piste. Doch für die heimischen Wildtiere bedeutet Winter einen harten Überlebenskampf. „Rücksicht nehmen kann nur, wer über die wichtigsten Dinge im Umgang mit Wildtieren Bescheid weiß. Unter www.respektieredeinegrenzen.at kann man sich über die wichtigsten Verhaltensregeln informieren“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Die Energiereserven sind bis zum Letzten erschöpft, die geringste unbedachte Störung durch uns Menschen zwingt in die Flucht und bedeutet nicht selten Erschöpfungstod: So ergeht es den Tieren in unseren Wäldern, wenn sie gestört werden. Viele Gebiete werden von Wintersportlern heute so intensiv genutzt, dass den Tieren die Ruhe und Möglichkeit zur Überwinterung genommen wird.

Schutzwald auch für Menschen wichtig

 „Immer öfter müssen sie daher in die Waldgebiete abwandern und dort oft notgedrungen gefüttert werden, damit sie in ihrem Überlebenskampf diese Wälder nicht zerstören“, erklärt Hubert Stock von der Initiative „Respektiere deine Grenzen“. „Werden die Tiere dann auch an diesen Futterstellen noch von unbedachten Wintersportlern vertrieben, ist der Schaden am Wald unausweichlich und bedroht dann vor allem den auch für uns Menschen so wichtigen Schutzwald.“

Zu Gast im Wohnzimmer der Wildtiere

Bei jedem Aufenthalt in der Natur sollte man sich daher immer vor Augen halten, dass man sich im „Wohnzimmer“ der Wildtiere befindet. „Das heißt, wir sollen uns so verhalten, wie wir es auch von einem Gast in unserem eigenen Wohnzimmer erwarten würden – rücksichtsvoll“, ist Landesrat Schwaiger überzeugt.

Ruhezone-Karten bei Planung einer Tour beachten

Zugleich bietet Respektiere deine Grenzen auf der Homepage eine „Ruhezonen-Karte“ an. Diese informiert den Naturnutzer vor der Planung einer Tour über die Lage der besonders sensiblen Winterlebensräume unserer Wildtiere.

Tierfreundlich verhalten

„Wir setzen bewusst nicht auf Verbote, sondern appellieren an die Vernunft der verschiedenen Naturnutzer. Der Großteil von ihnen möchte sich beim Aufenthalt in der Natur „tierfreundlich“ verhalten und plant seine Tour deshalb von Haus aus so, dass sie das Leben der Wildtiere so wenig wie möglich beeinträchtigen“, ist Stock überzeugt.

Informationen zum richtigen Verhalten bei einer Tour durch Salzburgs Wälder sind in der Beilage abzurufen. LK_181202_10 (ram/grs)

Medienrückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum