Das bringt der neue Fahrplan 2019

Schnöll: Erste Maßnahmen für umfassende Mobilitätswende werden umgesetzt

Salzburger Landeskorrespondenz, 29.11.2018
 

(LK)  Mit dem Express-Bus aus Mattsee oder Straßwalchen direkt in die Stadt, Buskorridore im Flachgau und Stundentakt auch am Sonntag und ein Halbstundentakt auf der Pinzgauer Lokalbahn zwischen Zell – Piesendorf für die kommenden vier Jahre – das sind die Highlights des neun Fahrplans für Salzburgs Öffis.

Am 9. Dezember werden europaweit die Fahrpläne von Bus und Bahn umgestellt. „Im Salzburger Nahverkehr werden die ersten Teile eines umfassenden Maßnahmenpaketes zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs umgesetzt. Im nächsten Jahr gehen wir noch viel weiter und leiten mit dem Mobilitätsbudget 2019 eine Mobilitätswende ein“, erklärt Verkehrsreferent Landesrat Stefan Schnöll. „Die ersten Pakete können bereits mit Dezember umgesetzt werden.“

Mit Expressbus-Linien 120 und 130 ohne Umsteigen direkt in die Stadt 

Die Express-Busse MEX 120 (ab Mattsee) und MEX 130 (ab Straßwalchen) werden künftig direkt in die Stadt geführt. Die Streckenführung der beiden Flachgau Express-Linien führt über die Autobahn-Abfahrt Mitte, die Ignaz-Harrer-Straße, Schwarzstraße und den Rudolfskai direkt bis zur Haltestelle Akademiestraße. „Ein immenser Vorteil für die Kunden. Sie sparen sich pro Strecke bis zu 20 Minuten und müssen nicht mehr umsteigen“, so Schnöll.

Buskorridore im Flachgau: Durchgehender Stundentakt an Sonn- und Feiertagen

Das Angebot der Regionalbuslinien 120 (Mattsee), 130 (Straßwalchen), 131 (Berndorf) und 150 (Bad Ischl) wird ausgeweitet: Künftig gibt es an Sonn- und Feiertagen einen durchgehenden Stundentakt. Auf der touristisch sehr gut nachgefragten Linie 150 wird das Angebot am Sonntagvormittag auf einen Halbstundentakt verdichtet.

Keltenstadt setzt auf Halbstundentakt

Die Stadt Hallein setzt beim Stadtverkehr auf einen Halbstundentakt und investiert in zusätzliche Busverbindungen:

  • Halbstundentakt bei Linie 41 Bahnhof – Hallein Krankenhaus

  • Halbstundentakt bei Linie 42 Bahnhof – Burgfried – Bad Vigaun

  • Linie 42 wird bis zur neuen S-Bahn Haltstelle Bad Vigaun verlängert

S-Bahn Fahrgastboom Westast wird fortgesetzt

Die Fahrgastzahlen bei der S-Bahn sind mehr als erfreulich. Sie zeigen, dass sich Investitionen in die Infrastruktur und die Ausweitung der S-Bahn Verbindungen bezahlt machen. In den Nahverkehrszügen der ÖBB am Südast Salzburg – Golling – Schwarzach – Saalfelden (S3, REX) wurden im ersten Halbjahr 2018 um 7,8 Prozent mehr Fahrgäste gezählt. Der Streckenabschnitt zwischen Saalfelden und Schwarzach-St. Veit hat mit plus 15 Prozent die höchste Steigerungsrate. Hier wurde im aktuellen Fahrplanjahr das Angebot deutlich erhöht.

6,6 Prozent mehr Ein- und Aussteiger auf Nord-Ost-Ast

Die Angebotserweiterung mit Dezember des Vorjahres am Nord-Ost-Ast zeigt deutlich seine positive Auswirkung. Insgesamt wurden in den ÖBB-Bahnhöfen und Haltestellen zwischen Straßwalchen und Salzburg im ersten Halbjahr 2018 um 6,6 Prozent mehr Ein- und Aussteiger gezählt (Nahverkehrskunden + Umsteiger auf Railjet in Neumarkt). Besonders positiv wirkt, dass die S2-Züge aus Richtung Straßwalchen nun bis Freilassing durchgeführt werden. So werden die innerstädtischen Haltestellen am Westast wie Salzburg Mülln-Altstadt, Salzburg Aiglhof, Salzburg Taxham-Europark und Salzburg Liefering umsteigefrei aus dem Flachgau erreicht.

Direktverbindungen vom Flachgau wirken

In den jetzt durchgebundenen Zügen zwischen Freilassing und Friedburg (REX) bzw. Straßwalchen (S2) (Kombination Nordost-Ast mit Westast) gibt es täglich um 20,5 Prozent mehr Fahrgäste. Dieser Zuwachs ist zu einem großen Teil auf die Direktverbindungen vom Flachgau auf den Westast zurückzuführen. Bei den vier innerstädtischen S-Bahn Haltestellen Mülln, Aiglhof, Taxham, Liefering wurden um 16 Prozent mehr Fahrgäste gezählt. Das Fahrgastplus in Salzburg Mülln-Altstadt beträgt sogar 40 Prozent.

Die Südostbayernbahn fährt künftig im Stundentakt

Auf dem Westast kommt mit Dezember eine weitere Nahverkehrsverbindung dazu. Die Züge der Südostbayernbahn (SOB) von Mühldorf über Freilassing werden die Haltestellen Salzburg Taxham-Europark und Salzburg Mülln-Altstadt im Stundentakt bedienen. SVV-Tickets werden in den SOB-Zügen anerkannt. Der Fahrgastzuwachs am Westast wird also weiter anhalten.

Neuer Morgenzubringer für Railjet ab Neumarkt nach Wien

Für Fahrgäste aus dem Flachgau (Hallwang, Eugendorf, Seekirchen) ist die Railjet-Verbindung nach Wien mit Abfahrt in Neumarkt-Köstendorf um 05.30 Uhr jetzt mit der neuen Zubringerverbindung der S2 ideal erreichbar. Neu ist auch die Morgenverbindung auf der S2 (Abfahrt Frankenmarkt 05.05 Uhr) am Wochenende und an Feiertagen. So erreichen Werktätige wie z.B. SALK-Mitarbeiter ihren Dienstbeginn.

Neue Spätverbindung aus dem Gasteinertal und aus dem Pinzgau nach Salzburg

Durch den neuen Fernverkehrszug von Klagenfurt nach Salzburg gibt es eine Spätverbindung aus dem Gasteinertal. Zusätzlich ergibt sich Montag bis Freitag im Taktschema aus dem Pinzgau eine Umsteigeverbindung zum neuen Fernverkehrszug nach Salzburg.

Pinzgauer Lokalbahn: Halbstundentakt zwischen Zell und Piesendorf bis 2022

Die Aktion des Verkehrsverbunds und der Verkehrsunternehmen rund um die Tunnelsperre Zell am See mit einer Tarifaktion und der Verdichtung des Angebotes auf der Pinzgauer Lokalbahn war erfolgreich. Die Fahrgastzahlen haben bei einzelnen Verbindungen um 30 Prozent zugenommen. Deshalb wurde der Halbstunden-Takt zwischen Zell am See und Piesendorf vom Salzburger Verkehrsverbund bei der Salzburg AG nun für die kommenden vier Jahre bestellt. LK_181129_61 (sm/ram) 

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-3341, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum