Ehrenzeichen des Landes für Peter Nindl

LH würdigte längstdienenden Bürgermeister Österreichs als Vordenker und Vorreiter / Neuer Ortschef in Neukirchen

Salzburger Landeskorrespondenz, 30.11.2018
 

(LK) Die 40er-Marke hat er zwar nicht geknackt, aber mit unglaublichen 39 Amtsjahren ist Peter Nindl Rekordhalter als längstdienender Bürgermeister Österreichs. Heute übergab der 68-jährige Vollblut-Politiker sein Amt als Ortschef von Neukirchen an Andreas Schweinberger.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer würdigte Peter Nindl als steten Vordenker und Vorreiter in der Umsetzung von zukunftsweisenden Ideen. In Anerkennung seiner Verdienste überreichte er ihm bei einem Festkonzert in der Neuen Mittelschule Neukirchen das Ehrenzeichen des Landes und betonte: „Es ist wirklich außerordentlich beeindruckend, dass sich jemand für so lange Zeit in den Dienst seiner Gemeinde stellt. Es zeigt einerseits das große Engagement und andererseits die damit verbundene Beliebtheit von Peter Nindl. Er prägte die Entwicklung Neukirchens in besonderer Weise, in seiner Amtszeit wurde eine Vielzahl an erfolgreichen Projekten umgesetzt.“

Ein Mann der Tat

Der gebürtige Neukirchener und gelernte Bankkaufmann Peter Nindl übernahm im November 1979 das Bürgermeisteramt in der Pinzgauer Gemeinde. Mit 29 Jahren war er damals der jüngste Ortschef des Bundeslandes Salzburg. In den folgenden 39 Jahren seiner Amtszeit hat er in Neukirchen zahlreiche Projekte angestoßen und realisiert. Nur einige davon seien genannt: Schaubergwerk Hochfeld im Untersulzbachtal, Errichtung des Seniorenheimes „Seniorenansitz“, Sanierung der Volks- und Hauptschule sowie deren Erweiterung, Errichtung des Gemeindekindergartens, Neubau der Güterwege Roßberg, Wim, Scheffau, Schwabreit und Ascham, Verlegung der Bahntrasse der Pinzgaubahn und Verwirklichung eines neuen Hochwasserschutzes sowie der derzeitige Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrhauses.

Nindl war auch der erste Bürgermeister der Region, der den Nationalparkgedanken verfolgte und „seine“ Gemeinde positiv dazu einstellte. Die Gründung des Zukunftskollegiums Nationalpark Hohe Tauern trägt ebenfalls seine Handschrift. 

Grundoptimistisch und ausdauernd

„Ich bin mit Peter Nindl als Bürgermeister in Neukirchen groß geworden. Es ist bewundernswert, wie er sich unermüdlich – 365 Tage im Jahr – für unsere Gemeinde eingesetzt hat. Seine Ausdauer, sein politisches Fingerspitzengefühl und sein ansteckender Grundoptimismus – diese Eigenschaften haben ihn als Bürgermeister besonders ausgezeichnet“, streute auch Andreas Schweinberger, der heute von der Gemeindevertretung zum neuen Ortschef gewählt wurde, seinem Amtsvorgänger Rosen.

Machbares erkennen und umsetzen

Und was hat Schweinberger sich für sein neues politisches Amt vorgenommen? „Die Erwartungen aus der Bevölkerung sind groß. Ich möchte keine Versprechungen machen, sondern aus den vielen Wünschen das Machbare erkennen und umsetzen“, so Schweinberger, der sich mit ganzer Kraft für Neukirchen einsetzen möchte und daher auch seine beruflichen Verpflichtungen zurückschrauben will.

Bürgermeisteramt liegt in der Familie

Der 1969 in Neukirchen geborene Andreas Schweinberger ist Elektro-Meister und Geschäftsführender Gesellschafter zweier Unternehmen, der Planungscompany GmbH und der SalzachSonne GmbH. Seit diesem Jahr gehört der Quereinsteiger der Gemeindevertretung an. Bereits der Bruder seines Großvaters – Johann Schweinberger – war Bürgermeister in Neukirchen, in den Jahren 1935 bis 1938 und von 1945 bis 1969. LK_181230_40 (sab/ram)

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