Fotografien und Filme von Lisl Ponger im Rupertinum

Vielfältige Werkschau der Otto-Breicha-Preisträgerin 2017

Salzburger Landeskorrespondenz, 03.12.2018
 

(HP)  Auf zwei Ebenen des Rupertinums präsentiert das Museum der Moderne Salzburg in einer umfangreichen Übersichtsschau Arbeiten von Lisl Ponger, der Trägerin des Otto-Breicha-Preises für Fotokunst 2017. „Fotografie, Experimentalfilm, Medienkunst – ihr Werk ist ausgesprochen vielfältig“, zeigte sich Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn kürzlich bei der Eröffnung angetan von der Ausstellung.

Seit den frühen 1970er Jahren arbeitet die 1947 in Nürnberg geborene Lisl Ponger als freischaffende Künstlerin in den Bereichen Fotografie und Film. Mit ihren inszenierten Fotoarbeiten zeigt sie, wie sich Stereotypen, Rassismen und Blickkonstruktionen seit Mitte des 19. Jahrhunderts in der Fotografie erhalten und fortgesetzt haben. In der Ausstellung „Lisl Ponger. Professione: fotografa“ werden neben zahlreichen großen fotografischen Tableaus auch einige ihrer frühen Filme sowie Objekte und Skulpturen ihres fiktiven Museums „MuKul“ – Museum für fremde und vertraute Kulturen präsentiert. Ebenfalls zu sehen ist die 2017 für das neu eröffnete Weltmuseum Wien erarbeitete Installation „The Master Narrative und Don Durito“.

Heimat künstlerischer Fotografie

Als eines der ersten Häuser in Österreich engagierte sich das Museum der Moderne Salzburg für Fotografie. Bereits 1981, also zwei Jahre vor seiner Eröffnung im Jahr 1983, begann es damit, eine umfangreiche Sammlung aufzubauen. Ebenfalls am Museum angesiedelt ist die Fotosammlung des Österreichischen Bundes. Damit verwaltet das Museum der Moderne Salzburg den größten Bestand österreichischer künstlerischer Fotografie weltweit.

Preis für Fotokunst seit 1983

Seit 1983 vergibt das Museum der Moderne Salzburg alle zwei Jahre einen Preis für Fotokunst, der seit 2007 von der Familie Breicha gefördert und als „Otto-Breicha-Preis für Fotokunst – Museum der Moderne Salzburg“ an einen österreichischen oder in Österreich lebenden Fotokünstler oder an eine Fotokünstlerin verliehen wird. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und mit einer Einzelausstellung verbunden. Die Jury, bestehend aus Christa Breicha, Leo Kandl (Otto-Breicha-Preisträger 2015), Monika Faber (Institut Bonartes, Wien) und Christiane Kuhlmann (Museum der Moderne Salzburg), hat Lisl Ponger als Preisträgerin 2017 ausgewählt. LK_181203_40 (sab/grs)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum