Drei neue Deutschförderklassen seit Schulbeginn

Derzeit 31 Klassen mit 411 Kindern / 13 Schüler im Durchschnitt

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.12.2018
 

(LK)  31 Deutschförderklassen gibt es im Land Salzburg mit Stand 6. Dezember. Das sind um drei mehr als zum Stichtag 1. Oktober. Grund ist der Zuzug von Kindern im Pflichtschulalter in den vergangenen drei Monaten aufgrund des Familiennachzugs. Jeweils eine Klasse kam in der Stadt Salzburg, in Bischofshofen und in Radstadt hinzu. Das Wichtigste aber: Es gibt keine Klasse mit mehr als 19 Schülern, der Schnitt liegt bei 13,26. „Das ist besonders wichtig für die pädagogische Arbeit in einem derart schwierigen Bereich“, erklärt Bildungslandesrätin Maria Hutter.

Seit diesem Schuljahr werden die Sprachförderkurse durch Deutschförderklassen ersetzt. Diese bestehen aus mindestens acht Kindern pro Schule und maximal 25 Kindern pro Klasse. Derzeit gibt es 31 Deutschförderklassen bei insgesamt 2.084 Klassen an den Salzburger Pflichtschulen. Von insgesamt 37.483 Schülerinnen und Schülern sind 2.021 aufgrund sprachlicher Defizite außerordentliche Schüler. Von diesen werden aufgrund des Erreichens der Mindestzahl von acht Schülern pro Schule 411 Kinder in Deutschklassen sowie die restlichen 1.610 integrativ unterrichtet. Im Vergleich zum vergangenen Schuljahr ist die Zahl der außerordentlichen Schüler von 2.521 auf 2.021 um zirka 20 Prozent gesunken.

Höchstzahl von 25 Kindern wird nirgends erreicht

„Die Höchstzahl von 25 Kindern in einer Deutschförderklasse wird in Salzburg nirgends erreicht. Das liegt auch an unserer Schwerpunktsetzung. Für den Bereich der Sprachförderung stellt das Land in diesem Schuljahr zusätzlich zu den vom Bund bereitgestellten 27 noch weitere 22 Planstellen zur Verfügung. Damit ermöglichen wir eine bessere Betreuungs- und Lernsituation. Auch die Höchstzahl von 19 Schülern ist eine Ausnahme in landesweit drei Klassen. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit unserer Pädagoginnen und Pädagogen. Sie arbeiten hier mit Kindern aus verschiedensten Ländern und Kulturen ohne Deutschkenntnisse und erreichen oft innerhalb kurzer Zeit große Fortschritte“, so Bildungslandesrätin Hutter.

Anzahl der Kinder stieg von 390 auf 411

Den größten Bedarf gibt es in der Stadt Salzburg mit 287 Schülerinnen und Schülern in 20 Deutschförderklassen, davon 17 an zwölf Volksschulen und drei an zwei Mittelschulen. Das sind um eine Klasse und vier Kinder mehr als zu Schulbeginn. Im Pongau gab es den höchsten Anstieg von 19 auf 35 Kinder und auch zwei neuen Klassen, ausschließlich an Volksschulen. Im Flachgau bestehen vier Klassen an Volksschulen mit 46 Kindern, das ist um einen Schüler mehr. Gleichgeblieben sind die Zahlen im Tennengau (drei Volksschul-Klassen, 35 Schulkinder) und im Pinzgau (eine Volksschul-Klasse, acht Kinder). Im Lungau gibt es keine Deutschförderklasse.

Die durchschnittliche Größe der Deutschförderklassen beträgt im Flachgau 11,50, im Pongau und im Tennengau 11,67 und in der Stadt Salzburg 14,35. LK_181207_52 (grs/sm)

Medienrückfragen: Christian Blaschke, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4921, Mobil: +43 664 5917126, E-Mail: christian.blaschke@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum