Wildstandsreduktion in Gastein fix

Verwaltungsgerichtshof bestätigt Bescheide der BH St. Johann / Ziel: Wald soll schnellstmöglich Schutzfunktionen entfalten

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.12.2018
 

(LK)  Durch eine Wildfütterung ist im Gasteinertal ein hoher Schaden am Schutzwald entstanden, denn der Aufwuchs nach mehreren Sturmereignissen seit 2003 ist aufgrund des hohen Wildverbisses nicht möglich. Aus diesem Grund wurden von der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau bereits 2017 die notwendigen Maßnahmen zur Reduktion der Wildbestände per Bescheid vorgeschrieben. Gegen diese wurde Beschwerde eingelegt. „Alle Einsprüche wurden von den zuständigen Verwaltungsgerichten nun abgelehnt und die inhaltliche Beurteilung der BH St. Johann bestätigt“, sagt Bezirkshauptmann Harald Wimmer.

Ausgangspunkt war die Beeinspruchung des Jahresabschussplans durch den Jagdleiter des betroffenen Gebiets. Er hat gegen die vorgeschriebene Reduktion der Wildbestände argumentiert. Alle Gerichte haben nun bestätigt, dass die Vorgehensweise der BH rechtens ist, um die Schutzfunktion des Waldes auf der 21 Hektar großen Fläche wiederherzustellen. „Unsere Entscheidungen fußen immer auf dem geltenden Recht, und der sachliche Zugang der verfahrensführenden Mitarbeiter wurde vollumfänglich bestätigt“, sagt Bezirkshauptmann Harald Wimmer. „Die Erkenntnisse der Gerichte sind für uns intern auch wichtig. Sie zeigen nämlich, dass Verfahrensparteien keinen Vorteil haben, wenn sie im Vorfeld Kolleginnen und Kollegen an den medialen Pranger stellen“, sagt Wimmer.

Überprüfungen bestätigen korrekte Arbeit

Die Arbeit der zuständigen Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft wurde sowohl bei internen Überprüfungen, als auch durch die nun vorliegenden Gerichtsbeschlüsse als korrekt und inhaltlich richtig beurteilt. In den kommenden Tagen wird im Zuge einer ergänzenden Verhandlung die weitere Vorgehensweise im betroffenen Gebiet festgelegt. LK_181207_80 (fw/grs)

Medienrückfragen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735

Redaktion: Landes-Medienzentrum