Ölkessel raus, neue Heizung rein

Schellhorn: Förderungen, um die Energieziele zu erreichen

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.12.2018
 

(LK)  „Wir haben die Energie-Förderungen des Landes erneut vereinfacht. Salzburgerinnen und Salzburger sollen unkompliziert und schnell in den Genuss kommen, um effizient Energie und somit auch Geld sparen zu können“, so der für Umwelt, Energie und Klimaschutz zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Mit der ,Ölkessel raus Aktion‘ setzen wir einen weiteren Schritt zur Energiewende.“

Und das ist neu bei der Energieförderung: Die Beschränkung auf Hauptwohnsitze und Gebäude bis maximal fünf Wohnungen entfallen. Das heißt: Mehrparteiengebäude und Nebenwohnsitze können unterstützt werden. Weitere Änderungen betreffen die Förderungen für Photovoltaik-Speicheranlagen. Hier werden künftig auch bestehende Photovoltaik-Anlagen berücksichtigt, etwa beim Ausbau der Speicher-Kapazität.

Pellets statt Heizöl

Salzburg hat sich in Sachen Energiewende konkrete Ziele gesetzt: „Fossile Heizsysteme sollen durch erneuerbare Energiequellen ersetzt werden. Eine ganz wesentliche Maßnahme ist unter anderem alte Ölkessel durch ein CO2-neutrales System auszutauschen. Wer sich dazu entschließt, wird von uns finanziell unterstützt“, unterstreicht Schellhorn. So erhält man, wenn man seinen alten Öl- gegen einen modernen Pelletskessel tauscht, 5.020 Euro Förderung, bei Anschluss an die Biomasse-Nahwärme bis zu 7.520 Euro.

Jährlich zirka 1.000 Euro sparen

Eine Ölheizung auszutauschen, trägt mehr zum Klimaschutz bei, als manche vermuten: Jede eingesparte Kilowattstunde verhindert die zusätzliche Entstehung von schädlichen Treibhausgasen. Mit erneuerbaren Energieträgern wird außerdem das Haushaltsbudget entlastet. Eine moderne Heizung hat höhere Wirkungsgrade und geringere Emissionen. Pellets statt Öl, das heißt unter dem Strich für einen Einfamilienhaushalt um bis zu 1.000 Euro weniger Heizkosten pro Jahr.

Klimaneutral und energieautark bis 2050

Mit 2050 soll das Bundesland Salzburg klimaneutral und energieautark sein. „Aber bereits 2040 sollte Raumwärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern oder Fernwärme kommen. 2030 schon wollen wir das gesamte benötigte Warmwasser mit Sonnenenergie aufbereitet haben. Diese Herausforderungen gilt es jetzt anzugehen, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen und zu optimieren. Dafür haben wir die Förderungen geschaffen. Um unsere Ziele bis 2040 und 2050 zu erreichen, brauchen wir dringend die Mithilfe jedes Haushalts“, ruft Schellhorn auf.

Und das wird gefördert

Anträge auf Förderungen können in den Bereichen Biomasse Heizanlagen, Wärmepumpen, thermische Solaranlagen sowie PV-Anlagen und dazu passender Speicherlösungen gestellt werden. Bei entsprechendem Kesseltausch beziehungsweise dem Anschluss an ein Fernwärme-Netz werden noch zusätzliche Sonderboni gewährt. Die Abwicklung der Förderung erfolgt online mit dem Fördermanager unter www.energieaktiv.at. Die kostenlose Energie-Beratung des Landes gibt es unter der Tel: 0662 8042-3151, E-Mail: energieberatung@salzburg.gv.at. LK_181210_10 (ram/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum