Berührende Ausstellung über Flüchtlinge aus Galizien

Landesarchiv zeigt die Lebensbedingungen der Vertriebenen

Salzburger Landeskorrespondenz, 17.12.2018
 

(LK) Das Salzburger Landesarchiv zeigt seit heute die sehenswerte Ausstellung „Aus Galizien nach Salzburg. Kriegsflüchtlinge aus polnischen Gebieten im Ersten Weltkrieg“. Sie verbildlicht die menschlichen Aspekte der Unterbringung der vor mehr als 100 Jahren aus ihrer Heimat geflüchteten oder umgesiedelten Bewohner Galiziens im Lagerkomplex Grödig.

Auf zwölf Tafeln werden in der Ausstellung – sie war zuvor schon im Gemeindeamt Grödig zu sehen - berührende Fotos, Zeitungsausschnitte und Dokumente aus der Zeit von 1914 bis Frühjahr 1918 gezeigt. Abgesehen von den Lebensbedingungen in Salzburg wird auch die Ausgangslage der aus der Heimat der Vertriebenen, dem damaligen Kronland Galizien, und die Zustände nach der Rückkehr dorthin veranschaulicht.

Originale aus dem Landesarchiv 

Mehrere Originale aus den Beständen des Landesarchivs ergänzen die Schau: Fotografien, Aktenstücke, historische Zeitungen, ein Stadtplan, Landkarte, Grafik sowie ein Übersichtsplan über den Lagerkomplex. Ab Mitte 1916 wurde das Lager III in Grödig - als ziviles Lager – für die Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen aus Galizien verwendet.

Ausstellung bis Mitte März

Die Ausstellung ist bis Mitte März von Montag bis Freitag 8.30 bis 12.00 Uhr und Montag, Dienstag und Donnerstag von 13.00 bis 16.00 Uhr zu besichtigen. Sie wurde in Zusammenarbeit des Salzburger Landesarchivs, der polnischen Botschaft in Wien und des Honorarkonsulates der Republik Polen in Salzburg sowie der Gemeinde Grödig realisiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Polen und Österreich sowie des Salzburger Landesarchivs waren für die Erstellung der Texte und die Auswahl der historischen Abbildungen, Pläne und Dokumente aus verschiedensten Archiven im In- und Ausland zuständig. LK_181217_40 (sab/mel)

Mehr zum Thema

 

Medienrückfragen: Franz Wieser, Pressesprecher Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, Tel.: +43 662 8042-2365, Redaktionshandy: +43 664 3943735

Redaktion: Landes-Medienzentrum