Neues Verkehrsvideo an Salzburgs Schulen

Tödlicher „Blindflug“ am Steuer / Land Salzburg und ÖAMTC drehten Aufklärungsclip in Saalfelden / Premiere in Wals

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.01.2019
 

(LK) Ablenkung ist in Salzburg die Unfallursache Nummer 1, in den vergangenen sechs Jahren starben alleine deswegen 58 Menschen im Straßenverkehr, mehr als 7.500 wurden verletzt. Auf Augenhöhe aufklären, ohne erhobenen Zeigefinger - das will das neue Aufklärungsvideo von Land Salzburg und ÖAMTC. Am Montag feiert es in der Berufsschule in Wals Premiere, inklusive der Ö3-Stimme von Robert Kratky.

 

 

„Das Smarthone ist bei den Jugendlichen und somit bei den Fahranfängern allgegenwärtig, das wissen wir. Wie gefährlich es sein kann, wenn man auch nur eine Sekunde lang schnell mal eine Nachricht checkt, das zeigt dieses Video ganz deutlich. Es wird pro Jahr bei ÖAMTC-Workshops 3.000 Schülerinnen und Schüler erreichen, alles künftige Autofahrer und genau die Zielgruppe, die wir ansprechen wollen“, so Landesrat Stefan Schnöll.

Robert Kratky lieh Video seine Stimme

Das Thema ist auch Ö3-Moderator Robert Kratky ein Anliegen, er lieh unter anderem einer der Unfallmeldungen im Clip seine markante und bekannte Stimme. „Wir haben ihn kennengelernt, als wir mit dem Fahrsimulator bei ihm im Studio waren. Ö3 hat sich damals ganz der Kampagne gegen Ablenkung am Steuer verschrieben, das ,Smartloch‘ kennen seither viele. Er hat sich daher gleich bereit erklärt, den Satz einzusprechen“, erinnert sich ÖAMTC-Verkehrspädagogin Martina Otter an die Aktion im vergangenen Jahr.

Fußgänger aus Styropor als „Opfer“

ÖAMTC-Fahrtechnik-Instruktor Matthäus Radner und Hauptdarstellerin Sarah Moreau (17) aus Maishofen zeigen im Clip, wie schnell es gehen kann. Einige Dummies aus Styropor, sozusagen die Fußgänger-Doubles im Film, „überlebten“ die Szenen nicht. „Voll arg. Von der Figur sind nur noch Einzelteile übrig, es hat ordentlich gekracht. Jetzt zittern mir die Knie“, sagte Sarah nach ihrem ersten Crash im Fahrtechnikzentrum Brandlhof in Saalfelden.

Nachrichten checken als Todesfalle

„Das ist genau das, was wir bewusst machen wollen. In den Workshops erzählen uns die Jugendlichen immer wieder, dass sie ihr Handy während des Autofahrens, am Rad oder beim Mopedfahren benützen und dabei eh alles im Griff hätten. Eine Fehleinschätzung, die tödlich enden kann“, betont Erich Lobensommer, Chef des ÖAMTC Salzburg und er fügt hinzu: „Dieses Video führt drastisch vor Augen, wie lebensgefährlich das Handy am Steuer tatsächlich ist, weil sich der Anhalteweg massiv verlängert. Bis das Auto steht, hat es schon längst gekracht.“

Video geht auf Tour durch Salzburgs Schulen

Das Video wird nun nach der Premiere in Wals im Rahmen des ÖAMTC-Workshops „ReAction“ durch ganz Salzburg auf Tour gehen. „Die eindrucksvollen Bilder, unter anderem von einer Drohne eingefangen, werden ihre Wirkung nicht verfehlen. Hauptsache, die Schülerinnen und Schüler sprechen darüber, werden sich durch den Clip und den eingesetzten Fahrsimulator mehr bewusst, wie fatal so ein Blindflug enden kann“, appelliert Landesrat Schnöll. LK_190107_70 (mel/kg)

Medienrückfragen: Fabian Scharler, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-4953, Mobil: +43 660 55 88 134, E-Mail: fabian.scharler@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum