Schuldenfalle Weihnachtsgeschenke

2.100 Menschen suchen jährlich die Beratung auf

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.01.2019
 
(LK)  Für Weihnachtsgeschenke sollen durchschnittlich zwischen 400 und 500 Euro ausgegeben werden, geben die Österreicherinnen und Österreicher an. Dafür sind viele auch bereit, ihr Konto zu überziehen, einen Kredit aufzunehmen oder eine Ratenvereinbarung zu machen. Die Auswirkung zeigt sich dann oft nach den Feiertagen, wenn der Schuldenberg nicht kleiner wird und es zu Schwierigkeiten bei Rückzahlungen sowie täglichen Ausgaben kommt.

„Ein Warnsignal ist“, so Peter Niederreiter, Leiter der Schuldenberatung Salzburg, „wenn jetzt noch die Raten der Geschenke vom Vorjahr bezahlt werden müssen.“

Strukturen geben Perspektive

„Die Schuldenberatung Salzburg bietet in dieser Situation, aber auch das gesamte Jahr über, kompetente Beratung und Hilfe“, weiß Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. „Die Expertinnen und Experten strukturieren die Situation und geben eine Perspektive. Das ist für die Klientinnen und Klienten von enormer Bedeutung. So eröffnen sich Auswege aus der Schuldenfalle.“

2.100 Menschen jährlich in der Schuldenberatung

Bis zu 2.100 Menschen suchen jährlich die Schuldenberatung auf, zirka 600 davon sind neue Kundinnen und Kunden. Seit drei Jahren wird die Zufriedenheit der Klientel abgefragt. Eines der Ergebnisse: Besonders geschätzt wird der einfache und unkomplizierte Zugang. Eine Terminvereinbarung ist telefonisch, per E-Mail oder auch persönlich möglich, die Schwelle zur Erstberatung ist somit niedrig.

Fast alle finden Beratung sehr verständlich

Weiters wird die Hilfe von 97 Prozent als sehr verständlich bezeichnet. Peter Niederreiter, Leiter der Schuldenberatung Salzburg, dazu: „Eine verständliche Kommunikation mit den Menschen ist sehr wichtig. Nur wer uns sprachlich folgen kann, wird selbstverantwortlich entscheiden und tätig werden.“

900.000 Euro Förderung durch das Land

Die Schuldenberatung wird vom Land Salzburg mit rund 900.000 Euro für die Beratungstätigkeit unterstützt. Neben der eigentlichen Grundaufgabe gibt es auch Angebote wie die Budgetberatung für einen besseren Durchblick der eigenen Situation und den Finanzführerschein für Schülerinnen und Schüler. Die Beratungsstellen finden sich in der Stadt Salzburg, in St. Johann im Pongau und in Zell am See. Nähere Informationen gibt es unter www.sbsbg.at. LK_190104_50 (grs/mel)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum