Dichtes Netz an Lawinenwarnkommissionen aktiv

Gefahr steigt am Wochenende massiv an / 700 Ehrenamtliche sind die Augen und Ohren vor Ort

Salzburger Landeskorrespondenz, 04.01.2019
 

(LK) Weitere 60 bis 100 Zentimeter Neuschnee. Windverfrachtungen. Urlauberschichtwechsel. Lawinenwarnstufe 4 in großen Teilen des Landes. Spontane Abgänge in den Bergen. Diese brisante Mischung kommt am Wochenende auf Salzburg zu. Bernhard Niedermoser, Leiter der Lawinenwarnzentrale, fasst die Lage zusammen, und er betont: „Bei uns sind die Warnkommissionen so gut vernetzt, da wird hochprofessionell gearbeitet.“

 

 

Sie werden am Wochenende viel Arbeit haben, denn auf Salzburg kommt ein „Lawinenwochenende“ zu. Zirka 700 ehrenamtliche Mitglieder der 70 Lawinenwarnkommissionen sind im ganzen Land verteilt, allzeit bereit, sie sind speziell ausgebildet und haben äußerst gute Ortskenntnisse, „sie kennen ihr Revier ganz genau“, betont Bernhard Niedermoser, bei dem als Leiter der Lawinenwarnzentrale alle Informationen zusammenlaufen. Die Experten vor Ort sind die Augen und Ohren, wenn es um die Gefahr durch Lawinen geht, die Lage eingeschätzt wird und oft schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen.

Große und spontane Lawinen

Dass sich die Salzburgerinnen und Salzburger auf dieses dichte Netz verlassen können, wird sich am Samstag und Sonntag wieder zeigen. „Wir sind sozusagen in den Hochwinter katapultiert worden. Dazu kommt der Urlauberschichtwechsel am Samstag. Große und spontane Lawinenabgänge sind vor allem ab Samstagnachmittag zu erwarten“, bringt es Niedermoser auf den Punkt. Und er empfiehlt: "Das Auto sollte man zu Hause stehen lassen, die Situation auf den Straßen wird sehr schwierig werden."

Bundesheer in Bereitschaft

Wie berichtet, wurden durch die Zuspitzung der Lage auch die vier Lawineneinsatzzüge des Bundesheeres in Bereitschaft versetzt. Auch die Einsatzorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Bergrettung sowie der Katastrophenschutz des Landes Salzburg bereiten sich auf ein mögliches „extremes“ Wochenende vor. „Wir sind auch mit der Landesstraßenverwaltung und den Katastrophenschutzreferenten in den Bezirken in intensivem Kontakt“, versichert Norbert Altenhofer, Leiter des Salzburger Lawinenwarndienstes. LK_190104_70 (mel/grs)

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