Abgeschnittene Orte: „Wir haben alles im Griff“

Versorgung in Rußbach, Obertauern und Weißbach funktioniert / Zahl der Haushalte ohne Strom auf 1.250 gestiegen

Salzburger Landeskorrespondenz, 10.01.2019
 

(LK)  Der Schnee hat zwar Salzburg fest im Griff, genauso fest im Griff haben aber die Bürgermeister die Situation in ihren Gemeinden. Trotz der Schneemengen sind alle von der Außenwelt abgeschnittenen Orte – Rußbach, Obertauern und Weißbach bei Lofer - bestens versorgt.

In Salzburg sind derzeit Obertauern, der Ortsteil Rengerberg in Bad Vigaun, Rußbach und Weißbach bei Lofer nicht erreichbar. Mit unglaublichem Einsatz arbeiten alle Hilfskräfte, Blaulichtorganisationen und Behörden zusammen, um die Versorgung sicherzustellen.

Keine Engpässe in Obertauern

„In Obertauern selber ist alles bestens sichergestellt und alles geräumt“, beschreibt Johann Habersatter, Bürgermeister von Untertauern, die Situation. Außerdem ist im Ort die Klinik für Allgemein-, Sport- und Unfallmedizin in Betrieb. Arzt Harald Aufmesser wird dort von zwei Krankenschwestern und zwei Leuten vom ebenfalls dort stationierten Roten Kreuz unterstützt. „Es ist insgesamt sogar weniger los, weil teilweise die Lifte nicht in Betrieb sind“, erklärt Aufmesser, „wichtiger ist jetzt ohnehin die Grundversorgung.“

Geländegängige medizinische Versorgung

In Rußbach und in Weißbach ist die medizinische Versorgung gesichert. Für Rußbach ist ein Rettungswagen mit drei Sanitätern abgestellt, ein Arzt aus Gosau wäre ebenfalls sofort zur Stelle. In Weißbach steht ein adaptiertes Feuerwehrauto für die medizinische Versorgung bereit. Das Fahrzeug ist mit einem Notfall-Paket und vor allem mit Schneeketten ausgerüstet. „Gestern konnten wir einen Patienten, der Sauerstoff brauchte, versorgen. Ein Dialysepatient aus der Gemeinde ist nun stationär im Krankenhaus Zell am See untergebracht“, berichtet Weißbachs Bürgermeister Josef Hohenwarter. Teile des Ortes sind jedoch vom Stromnetz abgeschnitten.

1.250 Haushalte ohne Strom

In Bad Vigaun am Rengerberg bessert sich die Situation: Derzeit sind 20 Haushalte ohne Strom, gestern waren es noch 70. „Und auch heute arbeiten zwei Teams der Salzburg AG mit Hochdruck daran“, so Bürgermeister Friedrich Holztrattner. Aber: Insgesamt stieg die Zahl der Haushalte ohne Strom im Land Salzburg auf rund 1.250. Vor allem im Flachgau sorgen unter der Schneelast gebrochene Bäume für Störungen. Die Salzburg AG wird das Personal für Reparatureinsätze von derzeit mehr als 200 noch weiter aufstocken.

Gute Neuigkeiten aus Kaprun

Gute Neuigkeiten gibt es aus Kaprun: Dort konnten die eingeschlossenen rund 30 Personen aus dem Gasthaus Kesselfall evakuiert werden. Sie sind alle wohlauf. LK_190110_50 (grs/mel)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum