Spezialisten im Hintergrund

Profis im Einsatzstab des Landes und in den Bezirkshauptmannschaften

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.01.2019
 

(LK)  Der Landes-Einsatzstab koordiniert die Maßnahmen zur Schneesituation. Mit dabei sind Experten der Landesverwaltung, die ihr Fachwissen einbringen, sozusagen das „schlaue Backup“ hinter den Kulissen. Kartendaten, Geologie-Knowhow und ein kühler Kopf bei Technikfragen helfen bei der Arbeit. Drei von ihnen haben wir getroffen, stellvertretend für alle Experten, auch in den Bezirkshauptmannschaften.

Den sprichwörtlichen Überblick zu behalten hilft Michaela Rinnerberger, zuständig für alle Geodaten beim Land. Das von ihr betreute Salzburger Geographische Informationssystem hält tausende Datenschichten mit Verknüpfung zu Karten bereit. „Auf Knopfdruck können so Gefahrenzonen oder Einwohnerzahlen in gefährdeten Gebieten dargestellt werden, um rasch Entscheidungen zu treffen“, erklärt die Expertin. Die Kilometertafeln im Straßennetz sind digital punktgenau verortet.

Sie weiß, wo es hingehen muss

„Damit werden zum Beispiel Räumtrupps an ihre Einsatzstellen gelotst. Für Erkundungsflüge sind die Luftbilder wichtig, aber auch Informationen zur Hangneigung. Beim Downwashing oder für Lawinensprengungen können die Hubschrauberpiloten über die Koordinaten exakt die entscheidenden Stellen anfliegen“, so Rinnerberger.

Mit Ortskenntnis einen Schritt voraus

Ebenfalls mit im Stab arbeitet Ludwig Fegerl vom Landesgeologischen Dienst. Durch seine berufliche Tätigkeit im Gelände kennt er die handelnden Personen und problematischen Stellen. „Das ist schon sehr hilfreich, wenn es schnell gehen muss“, so Fegerl. „Wenn der viele Schnee schmilzt und Regen dazukommt, kann das Knowhow von Geologen helfen, die Lage richtig einzuschätzen.“

EDV-Spezialist mit guten Nerven

Informatiker Oliver Waldmann ist der Ruhepol in der betriebsamen Einsatzzentrale. Wird ein Bildschirm schwarz oder ist eine Telefonleitung tot, ist er zur Stelle. Er kann inzwischen auf eine jahrelange Erfahrung bei Übungen und Einsätzen blicken. „Katastropheneinsätze sind immer Sonderfälle, bei denen Nutzer aus unterschiedlichen technischen Systemen miteinander arbeiten und kommunizieren müssen. Hier hilft Praxiswissen, um EDV-Probleme möglichst schnell zu lösen“, berichtet der Spezialist aus den Reihen der Landesinformatik. LK_190113_60 (sm/mel)

 

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