Das bedeutet die Wetter-Warnstufe Rot

In Salzburg gilt derzeit Rot, Orange und Gelb

Salzburger Landeskorrespondenz, 13.01.2019
 

(LK) Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat für Teile Salzburgs die Warnstufe Rot ausgegeben. Schon zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen, was die Besonderheit dieses Jänners nochmals zum Ausdruck bringt. Was das heißt, haben wir den Leiter der ZAMG Bernhard Niedermoser gefragt. Er sitzt als Experte auch im Einsatzstab des Landes.

Auf Salzburg kommt in den nächsten Stunden ein unangenehmer Mix aus viel Schnee, starkem Regen und Sturm zu. Für Bereiche im Mitterpinzgau, Tennengau, den nördlichen Pongau sowie in der Osterhorngruppe im Flachgau gilt die Warnstufe Rot des nationalen Wetterdienstes (ZAMG).

Schäden an der Infrastruktur wahrscheinlich

„Das bedeutet, dass Beeinträchtigungen der Infrastruktur also Verkehr, Energieversorgung und Telekommunikation wahrscheinlich sind. Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein, Bäume durch Schneelast und Sturm brechen. Die Lawinengefahr im Bergland steigt an“, erklärt Bernhard Niedermoser und er fügt hinzu: „Die Methode sowie Art und Weise der Wetterwarnung ist international abgestimmt, in ganz Europa verwendet man das dreistufige System von gelb-orange-roter auswirkungsorientierter Warnung. Die ZAMG ist in diesen Situationen jeden Tag per Telefonkonferenz mit dem Katastrophenschutz, Hydrographischem Dienst, Forstexperten und vielen mehr in Verbindung.“

Warnstufe Rot, Orange und Gelb in Salzburg

Rot ist wie beschrieben die höchste Warnstufe. Orange gilt zur Zeit entlang der Tauern und im Flachgau oberhalb von 700 Metern Seehöhe. Warnstufe Gelb gilt zum Beispiel für die Stadt Salzburg. Heißt: Probleme sind dort zu erwarten, wo das Regen- und Schmelzwasser durch verlegte Abflüsse zu kleineren Überflutungen führen kann.

Mit dem muss man rechnen

Die dritte „Schlechtwetter-Welle“ wird Salzburg Schnee, Regen und Sturm bis zu 130 km/h auf den Bergen und 80 km/h in den Niederungen bringen. Der Landes-Einsatzstab rechnet daher mit noch mehr Last auf den Dächern und Bäumen, Unterbrechungen von Stromleitungen und Straßen, großen Gleitschneelawinen, kleinräumigen Überflutungen, vereisten Straßen, umgestürzten Bäumen sowie Sturmschäden.

Empfehlungen des Einsatzstabes

  • In Häusern, die nahe am Waldrand stehen, möglichst im Erdgeschoß schlafen. Umstürzende Bäume können durch Dächer brechen, der Schnee auf den Dächern Personen verschütten.
  • Kamine vom Schnee befreien, damit der Rauch abziehen kann, sonst droht eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.
  • In schneereichen Regionen den Aufenthalt im Freien vermeiden, die Gefahr von Gleitschneelawinen steigt. LK_190113_70 (mel/sm)

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Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum