An Josef-Rehrl-Schule wird auf Hochtouren gebaut

Rechtzeitig zu Schulbeginn im Herbst soll Gebäude bezugsfertig sein

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.01.2019
 

(HP) Die Bauarbeiten an der Josef-Rehrl-Schule am Gelände des Landeszentrums für Hör- und Sehbildung (LZHS) laufen derzeit auf Hochtouren. Rechtzeitig zum Schulstart im Herbst soll das neue Gebäude bezugsfertig sein. Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl hob bei einem Lokalaugenschein „die Vorbildwirkung im gemeinsamen Unterrichten und Lernen von hörbeeinträchtigten und hörenden Schülerinnen und Schülern“ hervor.

Er erinnerte daran, dass es nicht leicht gewesen sei, dieses wichtige Projekt auf Schiene zu bringen. „In den Planungs- und Umsetzungsprozess waren mehrere Abteilungen des Landes, die Stadt Salzburg, der Gestaltungsbeirat und die Elternvertretung involviert. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern zeitgemäße und bestmögliche schulische Voraussetzungen für einen guten Start ins Leben zu ermöglichen“, so Stöckl.

13,5 Millionen Errichtungskosten

Realisiert wird der Neubau von der Salzburg Wohnbau in Kooperation mit dem Salzburger Architekturbüro „kofler architects“ und der Baufirma Strabag. Die Errichtungskosten liegen bei rund 13,5 Millionen Euro und werden durch eine monatliche Miete inklusive Wartungs- und Betriebsführungskosten in 30 Jahren durch das Land refinanziert. Der Neubau ist außerdem der erste Teil eines dreistufigen Forschungsprojektes, in dem es um die Verbindung von komplexen digitalen Technologien mit der Architektur von Gebäuden zum bestmöglichen Nutzen der Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen geht.

Bisher 3.000 Kubikmeter Beton und 240 Tonnen Stahl verbaut

Nach 16 Monaten Bautätigkeit liegen die Arbeiten voll im Zeitplan. Die Fenster sind eingebaut, Zwischenwände und Estrich verlegt sowie das Heizungs- und Lüftungssystem und der Großteil der Haustechnik installiert. Bis dato wurden rund 3.000 Kubikmeter Beton und 240 Tonnen Stahl verbaut, mehr als 1.000 Quadratmeter Holzfassade und 770 Quadratmeter Fensterflächen errichtet sowie 160 Kilometer Kabel eingezogen. Im Juni können die Bauarbeiten planmäßig beendet werden. Danach geht es ans Einrichten der Räumlichkeiten.

Kunst am Bau: Collage und Terrazzo-Boden

Visuell wird der neue Komplex neben der ansprechenden Architektur zeitgemäße Kunst am Bau bieten. Diese wird von zwei Salzburger Künstlern realisiert. Der gebürtige Pongauer Franz Bergmüller gestaltet eine Collage im Großformat für den Außenbereich. Ein zweites Kunstwerk wird von Julie Hayward, die derzeit in Wien lebt, kreiert. Gemäß dem laut- und gebärdensprachlichen Angebot der Schule hat sie Motive für einen Terrazzo-Boden im Eingangsfoyer entworfen.

Gemeinsamer Unterricht

In der Josef-Rehrl-Schule werden rund 130 hörbeeinträchtigte Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Kindern ohne Beeinträchtigung, die auch die Gebärdensprache lernen, unterrichtet. Das alte Gebäude wurde im September 2017 abgerissen, da es in die Jahre gekommen war und den Anforderungen dieser speziellen und wichtigen Schulform nicht mehr entsprochen hat. Bis zur Fertigstellung des Neubaus sind die Schüler im angrenzenden ehemaligen Blindenheim untergebracht, das entsprechend adaptiert wurde. LK_190115_40 (sab/grs)

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum