Erste Befliegung zeigt noch keine großflächigen Baumbrüche

Vorsichtiger Optimismus / Begutachtung weiterer betroffener Gebiete steht noch aus / Kein Anlass für Katastrophenstimmung

Salzburger Landeskorrespondenz, 20.01.2019
 

(LK)  Eine erste Befliegung von Teilen des Tennengaus und des Pongaus entlang der Hauptverkehrsstraßen zeigt, dass noch keine großflächigen Baumbrüche aufgrund der Schneelast feststellbar sind. „Die extreme Wetterlage mit wechselnden Temperaturen sowie starken Schnee- und Regenschauern hat der Wald einigermaßen gut überstanden. Die Gesamtwaldflächen betreffend ist es aber noch zu früh für konkrete Aussagen“, präzisierte Agrarlandesrat Josef Schwaiger. Die Begutachtung des südlichen Pongau und Pinzgau steht noch aus.

Wälder bis 900 Meter Seehöhe am meisten beschädigt

Per Hubschrauberflug begutachtet wurden die Waldflächen im Einzugsgebiet der Hauptverkehrswege in den Regionen mit den stärksten Niederschlägen. „An all diesen Verkehrswegen konnte durch die Befliegung nicht nur der Baumbestand entlang der Straßen, sondern auch die oberhalb gelegenen Waldflächen begutachtet werden“, erklärte Landesforstdirektor Michael Mitter. In Waldflächen unterhalb von 900 Meter Seehöhe sind am meisten Schäden entdeckt worden. Das betrifft auch viele Lagen im Flachgau.

Bäume in höheren Gebieten halten vorerst gut Stand

Vor allem in Lagen bis 1.100 Meter Seehöhe haben die warmen Temperaturen und der Wind die Bäume von der Schneelast befreit. Bäume in höheren Gebieten sind mit hohen, aber durchwegs sehr trockenen und daher leichteren Schneelasten belastet und halten dieser Situation vorerst gut Stand.

Richtige Entscheidungen der Landesexperten

„Die Standhaftigkeit der Bäume ist darauf zurückzuführen, dass vor allem bei der Fichte in den jeweiligen Höhenlagen die richtigen Baumsorten gepflanzt wurden. Es macht sich bezahlt, dass wir eigenes Saatgut für die Aufforstung verwenden“, sagt Landesrat Schwaiger. Das Saatgut kommt direkt aus den Salzburger Wäldern und wird im Landesforstgarten zu Jungbäumen herangezogen. Die Begutachtungen zeigen: Gesunder und standortangepasster Wald hält größeren Belastungen stand.

Weitere betroffene Gebiete werden beflogen

Ganz ausgestanden ist die Sache natürlich noch nicht. Weitere von den Schneemassen betroffene Gebiete in den Tauern und im Mitterpinzgau müssen erst beflogen und begutachtet werden. „Mit Schäden in höherem als dem üblichen Ausmaß ist auch hier zu rechnen. Außerdem ist der Winter noch nicht vorbei, Wetterlagen mit größeren Mengen an schwerem Schnee verbunden mit Wind können dem Wald noch zusetzen. Die bisherigen Begutachtungen lassen jedoch vorsichtigen Optimismus aufkommen, dass es für eine Katastrophenstimmung keinen Anlass gibt“, so Schwaiger. LK_190120_51 (grs/fw/jus)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum