Schutz und Betreuung für gewaltbetroffene Frauen

Klambauer: Salzburg hat flächendeckendes Angebot / Mehr Geld für Beratung, Prävention und Ausbau von Übergangswohnungen

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.01.2019
 

(LK)  Frauenlandesrätin Andrea Klambauer begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, das Budget zum Gewaltschutz für Frauen zu erhöhen: „Salzburg bietet hier eine flächendeckend gute Infrastruktur und wird das Engagement in der Beratung und Prävention weiter verstärken sowie den Ausbau von Übergangswohnungen finanziell unterstützen.“

Als effektiv bewährt sich in Salzburg die Möglichkeit der Wegweisung mit Betretungsverbot. Sie wurde im vergangenen Jahr mehr als 500 Mal ausgesprochen. „So ist sichergestellt, dass Gewalttäter die Wohnung zu verlassen haben und die Opfer von Gewalt in ihrer sicheren häuslichen Umgebung verbleiben können“, so Klambauer, die die geplante Ausweitung hin zu einer „Bannmeile“ von 50 Metern unterstützt.

Präventionsangebote für Frauen und Männer

Ein weiterer wesentlicher Baustein zum Gewaltschutz ist die Gewaltprävention. Die in Salzburg angebotene psychosoziale Betreuung, Rechtsberatung und Unterstützung kann sowohl von betroffenen Frauen – aber gerade auch von Männern – in Anspruch genommen werden. Diese Angebote helfen nicht nur bei der nachträglichen Bewältigung, sondern auch dabei, Gewaltausbrüchen vorzubeugen.

Männerberatung wird ausgebaut

In diesem Sinn treibt Klambauer den Ausbau der Männerberatung voran, der im Pinzgau bereits für 2019 fixiert wurde. „Krisenberatung dient der Gewaltprävention in der Gesellschaft, indem Konflikte gelöst werden, anstatt sich in Gewalt zu kanalisieren“, so Klambauer. Und: „Bei häuslicher Gewalt darf es Null Toleranz gegenüber Gewalttätern geben. Unser Ziel muss aber sein, dass Gewalt gar nicht erst stattfindet. Deshalb ist Präventionsarbeit der wichtigste Baustein im Gewaltschutz.“

Flexible Aufnahme in Frauenhäuser

In den drei Frauenhäusern in Salzburg wird eine sehr wichtige Arbeit für Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, geleistet. Es gab in allen drei Frauenhäusern im vergangen Jahr zu jeder Zeit die Kapazität, Frauen aufzunehmen. Es musste keine Frau, die von Gewalt betroffen war, weggewiesen werden. Frauenlandesrätin Klambauer unterstützt die geplante bundesweite Regelung, dass besonders gefährdete Frauen auch in einem anderen Bundesland untergebracht werden können, weil sie zusätzliche Flexibilität für Betroffene bringt.

54 neue Übergangswohnungen

Es wurden in Salzburg im vergangenen Jahr 54 Übergangswohnungen eröffnet, davon zehn in einem für Frauen geschützten Bereich. „Dies ist ein essentieller Schritt von der anfänglichen Betreuung im Frauenhaus zu einem selbständigen Leben in der eigenen Wohnung“, weiß die Landesrätin. Ebenso helfen diese Übergangswohnungen jenen von Gewalt betroffenen Frauen, die infolge eines Aus- oder Wegzugs vorübergehend ohne Wohnung sind. LK_190118_60 (sm/sab)

 

Medienrückfragen: Melanie Reinhardt, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4910, Mobil: +43 664 5405895, E-Mail: melanie.reinhardt@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum