Masern: Nur Impfung schützt

Für alle Salzburgerinnen und Salzburger gratis

Salzburger Landeskorrespondenz, 31.01.2019
 

(LK) Scheinbar ausgerottet, sind die Masern in Österreich wieder da. Landeshauptmann-Stellvertreter und Gesundheitsreferent Christian Stöckl betont: „Nur eine Impfung schützt. Und diese kann man in jedem Alter durchführen, auch wenn man sich nicht mehr sicher ist, ob man als Kind schon einmal geimpft wurde oder die Masern hatte. Im Zweifel sage ich: Lieber impfen!“

Derzeit sind in Salzburg sieben Masernfälle bekannt, davon sechs im Pinzgau. „Wiederum davon sind fünf Personen aus einer Familie betroffen plus eine zusätzliche“, so Robert Sollak von der Landessanitätsdirektion. Noch eine zusätzliche Person mit Masern gibt es im Tennengau.

In Salzburg sind 80 bis 85 Prozent geimpft

Um einen guten Allgemeinschutz zu garantieren, ist eine Durchimpfungsrate von zirka 95 Prozent nötig. In Salzburg sind derzeit 80 bis 85 Prozent geschützt. „Hat man einen Verdachtsfall in der Familie, rate ich, beim Hausarzt anzurufen. Besser vorerst nicht in die Ordination gehen, um eine Ansteckung anderer Patienten zu vermeiden“, sagt Sollak. Kommen nicht geimpfte Kinder mit infizierten in Kontakt, müssen diese bis zu 21 Tage zu Hause bleiben, dürfen nicht in Kindergarten oder Schule, zu Veranstaltungen und so weiter. „Eine andere Möglichkeit ist eine sofortige Impfung, dann verkürzt sich diese Zeit“, erklärt Amtsarzt Sollak.

Impfung ist für alle gratis

Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Robert Sollak sind sich jedenfalls einig: „Ist man sich nicht mehr sicher, ob man die Masern hatte, oder bereits geimpft wurde, macht das nichts. Im Zweifel lieber impfen.“ Was unbedingt vermieden werden muss: „Dass womöglich infizierte Personen sich unter nicht geschützte mischen. Das betrifft vor allem Säuglinge, denn geimpft werden kann erst ab dem neunten Lebensmonat“, betont Sollak.

Die eigene Gesundheit und die der anderen

„Eine Masern-Erkrankung gefährdet nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch jene anderer. Deshalb zeugt es von Verantwortungsbewusstsein, sich gegen diese Krankheit impfen zu lassen. Dadurch wird nicht nur der einzelne Mensch, sondern auch die Gemeinschaft geschützt“, bringt es Christian Stöckl auf den Punkt und ergänzt: „Im Land Salzburg haben wir in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen gesetzt, um die Durchimpfungsrate zu erhöhen. Wir werden auch weiterhin nicht müde werden, um auf die Wichtigkeit aufmerksam zu machen.“

Hoch ansteckend

Die Masern sind „hoch ansteckend“, wie Mediziner betonen. „Ein Erkrankter infiziert um die 18 Personen. Zum Vergleich: Bei der Grippe sind es vier“, so der Amtsarzt. Übertragen wird die Krankheit durch Tröpfcheninfektion, die ersten Symptome sind Fieber, Schnupfen und Bindehautentzündung, meist nach vier Tagen kommt dann der klassische Ausschlag“, erklärt Robert Sollak. LK_190131_70 (mel/kg)

 

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

Redaktion: Melanie Hutter/Landes-Medienzentrum