Fragen und Antworten zur Wohnbauförderung

Das ist neu! Das sind die Ziele! So viel Geld gibt es!

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.02.2019
 

(HP)  Wichtige Fragen rund um die Wohnbauförderung beantwortete Landesrätin Andrea Klambauer heute auf der Messe „Bauen und Wohnen“ in Salzburg in einem ORF-Interview.

Das Wichtigste vorweg: Die Wohnbauförderung ist transparenter und „stressfreier“ für die Antragsteller geworden. Und: Es zählen Faktoren wie soziale Kriterien und der sparsame Umgang mit Boden wie auch energieeffizientes Bauen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur Wohnbauförderung von Landesrätin Andrea Klambauer im Überblick:

Was ist neu seit 1. Jänner 2019?

„Zukünftig wird es für die Antragstellung drei Perioden geben: Jänner und Februar, Mai und Juni, September und Oktober. Alle Anträge können nun ohne Zeitdruck eingereicht werden. Durch den Entfall des Baubeginn-Verbots können die Förderwerbenden mit dem Bau ihres Hauses beginnen und haben keine Verzögerungen mehr zu befürchten.

Welche Kriterien zählen?

Alle eingelangten Anträge werden nach sozialen Kriterien wie Familienstand, Einkommen und sparsamer Bodenverbrauch gereiht. Anträge mit den meisten Punkten erhalten jedenfalls eine Förderung. Kommt ein Antrag nicht zum Zug, wird er im nächsten Quartal mitgereiht. Reicht die Punkteanzahl abermals nicht für eine Zusage, wird das Ansuchen endgültig abgelehnt. Die Berechnung gliedert sich in einen Grundförderbetrag und Zuschläge. Die Berechnung der Zuschläge wird erheblich vereinfacht. Es kommen drei Kriterien zur Anwendung: ökologische Baustoffe, Energieeffizienz und Barrierefreiheit.“

Welche Strategie verfolgt man damit?

„Ziele sind ein sparsamer Grundverbrauch und energieeffiziente Baumaßnahmen. Nachverdichtung durch Überbauung von öffentlichen Gebäuden und Wirtschaftsgebäuden, wie zum Beispiel Supermärkten, ist eine wichtige Maßnahme zum sparsamen Umgang mit Grund und Boden. Die Förderungen leisten einen Beitrag für nachhaltiges, ressourcensparendes und generationengerechtes Bauen. Das ist verantwortungsvolles Bauen und im Sinne künftiger Generationen.“

Wie effizient und fair sind die sozialen Kriterien?

„Das neue System ist generell stabil und gerecht. Dadurch profitieren mehr Salzburgerinnen und Salzburger. Es können mehr Anträge bewilligt werden. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Bauwirtschaft aus und eröffnet mehr Familien und Singles die Möglichkeit auf ein Eigenheim.“

Wie viel Geld steht heuer zur Verfügung? Wie viele werden profitieren?

„Insgesamt stehen für die Wohnbauförderung rund 144 Millionen Euro zur Verfügung. Die Sparten Kauf und Errichtung sind mit 29,1 Millionen budgetiert. Dies teilt sich in rund 9,3 Millionen für die Errichtung von Häusern und rund 19,7 Millionen für den Kauf von Wohnungen. Die Planzahlen von 400 Einheiten bei der Kaufförderung werden somit sicher erreicht. Bei der Errichtung können durch die Neugestaltung der Kriterien die Planzahlen von 200 Fällen sicher übertroffen werden. Das bedeutet, dass mehr Salzburgerinnen und Salzburger profitieren. Und: Die Antragstellenden können sich ziemlich genau selber ausrechnen, wieviel Förderung man bekommen wird.“

Beratung auf der Messe noch bis Sonntag

Die Messe „Bauen und Wohnen“ findet noch bis Sonntag im Messezentrum Salzburg statt. Das Land Salzburg ist täglich von 9 bis 18 Uhr (Sonntag bis 17 Uhr) zu den Themen Bauen, Wohnen und Energie mit kostenloser und produktunabhängiger Beratung vertreten. LK_190208_50 (grs/mel)

Medienrückfragen: Melanie Reinhardt, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4910, Mobil: +43 664 5405895, E-Mail: melanie.reinhardt@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum