Pflegekräfte aus dem Pinzgau für den Pinzgau

Stöckl: SOB Saalfelden startet mit neuer Ausbildung / Land übernimmt das Schulgeld

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.02.2019
 

(LK) Die Pflege braucht junge Menschen, gerade im ländlichen Raum. Ab Herbst wird daher die Schule für Sozialbetreuungsberufe/Altenarbeit (SOB) Saalfelden erstmals die Ausbildung zum Fachsozialbetreuer inklusive Pflegeassistenz in Tagesform anbieten. „Dabei übernimmt das Land Salzburg das Schulgeld für die Schülerinnen und Schüler“, so Gesundheits- und Spitalreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Das ist der Ist-Zustand im Pinzgau: Mehr als 21.000 Personen sind bereits 60 Jahre und älter. Von den rund 900 Seniorenheimbewohnerinnen und -bewohnern haben bereits 500 Menschen ein Alter von 85 und darüber hinaus erreicht. Dem gegenüber stehen rund 8.500 Pinzgauerinnen und Pinzgauer im Alter zwischen 17 und 25 Jahren, die für den Pflegeberuf gewonnen werden könnten.

Für den Pflegeberuf motivieren

„Um die Langzeitpflege in den Seniorenwohnhäusern und bei den mobilen Diensten in der südlichen Region abzusichern, haben wir nach Caritas und Diakoniewerk im Zentralraum jetzt auch eine Kooperation mit der SOB Saalfelden geschlossen“, so Stöckl. Wichtig dabei sei, so Stöckl, junge Menschen zu erreichen und zu motivieren, in den Pflegeberuf einzusteigen.

Ausbildung erstmals in Tagesform

Die SOB (Schule für Sozialbetreuungsberufe Saalfelden) wird ab September 2019 die Ausbildung zum Fachsozialbetreuer/Altenarbeit erstmals in Tagesform – also nicht berufsbegleitend – anbieten. Das Mindestalter für die viersemestrige Ausbildung beträgt 17 Jahre. Mit dem Abschluss erwerben die Absolventen gleichzeitig auch die Zusatzqualifikation Demenzbegleitung, im Anschluss besteht die Möglichkeit für eine Weiterbildung im gehobenen Dienst.

Theorie und Praxis bestens verbunden

„Durch dieses Angebot möchten wir eine besondere Unterstützung zur Sicherstellung von Pflegekräften im Pinzgau leisten. Unsere Schule ist mit allen Gemeinden und den zuständigen Stellen im Land Salzburg sowie mit anderen Bildungseinrichtungen sehr gut vernetzt und in einem ausgezeichneten Einvernehmen mit Einrichtungen, in denen Praktika absolviert werden können“, so Direktorin Petra Schlechter, dass Theorie und Praxis hier bestens verbunden werden können.

Warter: „Pflegekräfte aus und für die Region“

Hans Warter, Vorsitzender der Pinzgauer Bürgermeisterkonferenz und Bürgermeister von Piesendorf, sieht mit dieser neuen Ausbildung eine sehr gute Chance, dass junge Menschen für einen Beruf in der Pflege angesprochen werden. „Die Erfahrungen zeigen, dass junge Menschen, die eine Ausbildung in der Region machen, dann auch ihren Beruf hier ausüben. Auch das ist für den Pinzgau wichtig“, unterstreicht Warter.

Rohrmoser: „Großer Schritt für Seniorenpflege“

„Als Stadtgemeinde Saalfelden und Vereinsmitglied der SOB sind wir immer bestrebt, die Attraktivität des Pflegeberufes zu fördern und zu unterstützen. Ich bin der Meinung, dass wir damit einen großen Schritt für eine nachhaltige Ausbildung in der Seniorenpflege setzen. Mein Dank gilt all jenen, die sich für das Zustandekommen dieses Ausbildungszweiges eingesetzt haben“, betonte Saalfeldens Bürgermeister Erich Rohrmoser.

Stöckl: „Junge Menschen erreichen und motivieren“

Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl will Ausbildungen in der Stadt Salzburg und – für ihn ganz wesentlich – auch in den Bezirken fördern und sagt: „Nur dann wird es möglich sein, in Zukunft genügend Personal im Bereich der Langzeitpflege und bei den mobilen Diensten zu haben.“ Im aktuellen Budget des Landes seien für die Übernahme des Schulgeldes insgesamt 400.000 Euro eingeplant, so Stöckl.

Informationsabend am 7. März

Die Anmeldung für diese Ausbildung ist bis zum 31. Mai 2019 möglich, am 7. März findet an der SOB Saalfelden ab 17.00 ein Informationsabend statt. Eine Mindestzahl von 20 Schülerinnen und Schülern ist notwendig. LK_190219_10 (ram/mel)

Medienrückfragen: Harald Haidenberger, Büro LH-Stv. Christian Stöckl, Tel.: +43 662 8042-3311, Mobil: +43 664 8921060, E-Mail: harald.haidenberger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum