Mieten von 6.815 Wohnungen wurden gesenkt

Salzburgerinnen und Salzburger sparen vier Millionen Euro / Neue Wohnbauförderung ist ein Erfolg / Daten und Fakten aus dem Jahr 2018

Salzburger Landeskorrespondenz, 07.03.2019
 

(LK)  Das Mietensenkungsprogramm von Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer ist ein Erfolg. Die durch günstige Zinssätze und Laufzeitverlängerungen erreichte Ersparnis wird an die Mieterinnen und Mieter weitergegeben. Das sind bei bisher 6.815 Wohnungen fast vier Millionen Euro. Die jährlichen Kostensteigerungen der Finanzierung der Baukosten werden auf jährlich zwei Prozent reduziert.

Die Höhe der Einsparungen ist je nach Bauvorhaben unterschiedlich und beträgt derzeit im Durchschnitt 0,73 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche und Monat. Legt man eine durchschnittliche Nutzfläche von 65 Quadratmetern zugrunde, so beträgt die Mietersparnis 47 Euro netto pro Monat, dazu kommt noch die Ersparnis der Umsatzsteuer. Für die bereits umfinanzierten 6.815 Wohnungen beträgt die gesamte Ersparnis 3,9 Millionen Euro pro Jahr. Da noch weitere 408 Verträge (von insgesamt 908) umfinanziert werden können, besteht für weitere 6.179 Wohnungen Aussicht auf Mietensenkung.

Die meisten Umfinanzierungen im Pinzgau

Von den 6.815 Einheiten, bei denen eine Umfinanzierung vorgenommen wurde, stehen 1.656 im Pinzgau, 1.610 in der Stadt Salzburg, 1.301 im Flachgau, 1.224 im Pongau, 880 im Tennengau und 144 im Lungau.

Neue Wohnbauförderung ist ein Erfolg

Auch nach zwei Monaten neue Salzburger Wohnbauförderung kann Landesrätin Klambauer eine erste erfreuliche Bilanz ziehen: Mit Stichtag heute, Donnerstag, 8 Uhr, wurden in der Kaufförderung 107 Ansuchen, für die Errichtung 40 und bei Sanierungen 13 Ansuchen eingereicht. Insgesamt stehen heuer rund 144 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Wohnbauförderung ist transparenter und effizienter geworden. Es zählen Faktoren wie soziale Kriterien, der sparsame Umgang mit Boden und energieeffizientes Bauen. Stressfrei wird es für die Salzburgerinnen und Salzburger, die ansuchen: Alle Anträge können ohne Zeitdruck eingereicht werden“, erklärt die Landesrätin.

Eigentums-Förderassistent öffnet wieder am 2. Mai

Die Ansuchen werden nach den Kriterien gereiht und bearbeitet. Der Förderassistent für die Errichtung von Eigentum ist derzeit geschlossen und öffnet wieder mit 2. Mai, für alle anderen Sparten ist der Förderassistent offen. Aufgrund des Entfalls des Baubeginnverbotes hat niemand Verzögerungen zu befürchten, Bauvorhaben können beginnen und später eingereicht werden.

848 geförderte Mietwohnungen geplant

Die kürzlich finalisierten Planungsgespräche mit den gemeinnützigen Wohnbauträgern lassen auch für den geförderten Mietwohnbau ein erfreuliches Jahr erwarten. Heuer sollen Bauvorhaben mit 848 Wohnungen umgesetzt werden.

Rückblick: 2018 wurden 75 Millionen Euro zugesichert

Im Jahr 2018 wurden 75 Millionen Euro für rund 5.000 Fälle zugesichert. 48,5 Millionen (895 Einheiten) entfielen auf die Objektförderung, 19 Millionen (646 Einheiten) auf Eigentum und 7,4 Millionen (3.384 Einheiten) auf Sanierungen. Dies geht aus dem Jahresbericht 2018 hervor.

Die meisten Förderungen in der Landeshauptstadt

Spartenübergreifend wurden 2018 in mehr als der Hälfte der 5.000 Fälle Förderungen für Objekte in der Stadt Salzburg (50,9 Prozent) zugesichert, gefolgt vom Flachgau (15,7), dem Pongau (12,4), dem Pinzgau (12,3), dem Tennengau (7,0) und dem Lungau (1,7).

Wohnbeihilfe für mehr als 10.000 Haushalte

An 10.505 Haushalte wurde 2018 eine Wohnbeihilfe ausbezahlt. 7.497 Haushalte davon erhielten die allgemeine Beihilfe, die sich landesweit auf durchschnittlich 263,10 Euro pro Monat belief. Für 3.008 Haushalte wurde eine erweiterte Unterstützung gewährt. Diese betrug monatlich im Durchschnitt 218,30 Euro. In Summe wurden im Vorjahr 26,4 Millionen Euro ausgezahlt.

„Förderungssünder“ aufgedeckt

Im Jahr 2018 wurden 2.117 Wohnungen durch das Land Salzburg kontrolliert. Bei 110 Wohnungen (etwa fünf Prozent) wurde festgestellt, dass die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer oder Mieterinnen und Mieter wesentliche Bedingungen der Wohnbauförderung nicht eingehalten haben, zum Beispiel bei Zweitwohnungen oder bei Versäumnissen zur Berechnung der Wohnbeihilfe. Als Konsequenz wird der zu Unrecht bezogene Förderungsbetrag zurückgefordert, dieser muss zur Gänze oder aliquot zurückbezahlt werden.

Mehr als 15.000 Menschen kamen zur Wohnberatung

Im Jahr 2018 wurden 15.000 Salzburgerinnen und Salzburger in der Wohnberatung bei ihren Anliegen unterstützt. Zirka 42.000 eingehende Telefonate wurden abgewickelt, das sind 3.500 pro Monat. Die Wohnberatung ist unter www.salzburg.gv.at/wohnen und unter der Telefonnummer +43 662 8042-3000 zu erreichen. LK_190307_50 (grs/mel)

Medienrückfragen: Melanie Reinhardt, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4910, Mobil: +43 664 5405895, E-Mail: melanie.reinhardt@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum