Gemeindewahl 2019: Jede Stimme zählt!

Vor fünf Jahren war es in vielen Orten knapp / Die spannendsten Ergebnisse im Überblick

Salzburger Landeskorrespondenz, 08.03.2019
 

(LK) Bei der Bürgermeister- und Gemeindevertretungswahl am 10. März zählt jede einzelne Stimme. Das zeigte sich besonders 2014, denn damals entschied gleich in sechs Gemeinden nur eine Stimme mehr oder weniger über die jeweilige Mandatsvergabe. Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik, hat zu diesen engen Ergebnissen die Details.

„In Altenmarkt, Anif, Bergheim, Berndorf, Mauterndorf und Wald im Pinzgau konnte sich eine Partei das letzte Mandat gegenüber einer anderen Partei auf Grund einer einzigen Stimme sichern“, zählt Filipp die Orte mit den knappsten Ergebnissen auf.

Anif: Um eine Stimme die Mehrheit verfehlt

Besonders schwer wog die fehlende Stimme in Anif. Dort hat Hans Krüger seinen Bürgermeisterposten zwar erfolgreich verteidigen können, seine unabhängige Liste verpasste jedoch um eine Stimme das elfte Mandat. Da in Anif 21 Sitze in der Gemeindevertretung zu vergeben waren, verlor sie damit die Mehrheit in der Gemeindevertretung um diese eine Stimme.

Knappes Rennen von Altenmarkt bis Wald

Die SPÖ verlor in Mauterndorf und Wald im Pinzgau jeweils ein Mandat wegen einer fehlenden Stimme an die ÖVP. Die FPÖ hatte drei Mal das Nachsehen: In Altenmarkt holte sich die ÖVP das letzte Mandat, in Berndorf sicherte sich die SPÖ den letzten Sitz und in Bergheim hätte bei einer FPÖ-Stimme mehr das Los zwischen der ÖVP und der FPÖ entscheiden müssen. 13 weitere Gemeindeparteien hätten bei dieser Gemeindevertretungswahl mit maximal fünf Stimmen mehr ein zusätzliches Mandat erhalten. Konkret haben in vier weiteren Gemeinden einer Partei zwei Stimmen, in fünf Gemeinden drei Stimmen, in drei Gemeinden vier Stimmen und in einer Gemeinde fünf Stimmen auf ein weiteres Mandat gefehlt.

Knappes Rennen um den Stadtrat

Sechs Stimmen entschieden in der Stadt Salzburg über die Farbe des fünften Sitzes im Stadtkollegium. Diesen Vorsprung hatte NEOS gegenüber der FPÖ, womit sie auf Anhieb einen Stadtratsposten besetzen konnte. LK_190308_30 (jus/mel)

 

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