Top-Position als Wirtschaftsstandort weiter ausbauen

Salzburgs Wissenschafts- und Innovationsstrategie löst Millionen-Investitionen aus und schafft Arbeitsplätze

Salzburger Landeskorrespondenz, 15.03.2019
 

(HP)  Mit einer Wirtschaftsleistung von 48.700 Euro pro Kopf rangiert Salzburg an erster Stelle unter allen Bundesländern. Was Salzburg in Sachen Forschung und Innovation vorzuweisen hat, zeigten Land, Innovationsservice und Hochschulkonferenz gemeinsam mit der Industriellenvereinigung gestern im Haus der Industrie in Wien auf.

62 Projekte wurden und werden seit zweieinhalb Jahren als Teil der Wissenschafts- und Innovationsstrategie Salzburg 2025 (WISS) umgesetzt. Dadurch wurden in Salzburg bereits Investitionen von rund 27,4 Millionen Euro ausgelöst, das Land förderte mit 12,3 Millionen. In der Forschung wurden damit etwa 150 Vollzeitstellen pro Jahr geschaffen.

Stärken stärken

In Salzburg wird auf Life Sciences, Informations- und Kommunikationstechnologie, intelligente Materialien, alpines Bauen mit einer starken Holzkompetenz sowie Kreativwirtschaft und Dienstleistungsinnovationen gesetzt. „In diesen Bereichen können wir unsere Stärken stärken, auf sehr guten Kompetenzen aufbauen und vor allem die Umsetzung von Wissen in regionale Wertschöpfung und Knowhow aus der Forschung und Bildung für die Salzburger Unternehmen ausbauen“, erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer bei der Präsentation.

Wissenschaft hilft der Wettbewerbsfähigkeit

„Wir müssen Wissenschaftspolitik auch als Wirtschaftspolitik denken. Wissenschaft und Unternehmen schaffen Hand in Hand Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung für das Land. Die Landesregierung ermöglicht ein konsequentes Umsetzungsprogramm unter starker Einbindung der Hochschulen zur Forcierung der Spezialisierung in Wissenschaft und Lehre“, betonte Landesrätin Andrea Klambauer, in der Landesregierung für Wissenschaft zuständig. Das Innovationsservice für Salzburg (ITG) entwickelt und betreut die Projekte bei der WISS-Umsetzung.

Mit Sensortechnologie zu intelligenter Sportausrüstung

Salzburg Research, die Universität Salzburg und namhafte Unternehmen wie Atomic, adidas oder Red Bull Media House entwickeln im COMET-Projekt Digital Motion smarte Lauf- und Skiausrüstung. Mit Atomic wurde bereits der digitale Skischuh „Hawx Ultra Connected“ entwickelt, der Auskunft über Balance, Druck oder Kantenführung gibt.

Uni und Porsche arbeiten an Serviceverbesserungen

Porsche Informatik und Universität Salzburg forschen an neuen Methoden, die auf Kundenbedürfnisse reagieren und dabei Statistik und maschinelles Lernen verbinden. Auch wenn es hier noch um Grundlagenforschung geht, wird am Ende ein Nutzen für die Kunden wie die Verringerung von Wartezeiten und Serviceintervallen herausschauen.

Materialien, die „denken“

Intelligente – smarte – Materialien reagieren auf ihre Umwelt: beispielsweise auf Temperaturschwankungen, elektrische Reize, Feuchtigkeit, Belastung oder Ähnliches. Auch der smarte Einsatz von Materialien ist bei Wiederverwertbarkeit und Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor. Um bei der Grundlagenforschung aber auch bei der Entwicklung vorne dabei zu sein, wurde am Science and Technology Hub in Itzling das Center for Smart Materials gegründet.

Bau- und Energielösungen für eine lebenswerte Welt für morgen

Ob Modellregion für intelligente Energienetze, Sicherheit für digitale Lösungen auf dem Energiesektor oder die Bauforschung an nachhaltigen Lösungen wie Bauteilaktivierung: In all diesen Bereichen sind Forscher aktiv, die eng mit Unternehmen zusammenarbeiten. Das neu gegründete und von EU und Land Salzburg unterstützte Zentrum für Alpines Bauen setzt diese Schritte fort.

Pulsierende Startup- und Kreativszene

In Salzburg bietet sich Gründern ein starkes Umfeld für wissensintensive, technologieorientierte Vorhaben. Seit der Gründung von Startup Salzburg vor drei Jahren werden jährlich mehr als 1.000 Startup-Interessierte bei mehr als 30 Veranstaltungs- und Qualifizierungsformaten erreicht.

Filmproduktionen als Wirtschaftsfaktor

Auch die Filmlocation Salzburg und das erfolgreiche Unterstützungsprogramm für kommerziell Filmschaffende bringt Projekte an den Standort und unterstützt Talente. Seit 2002 wurden insgesamt 149 Filmproduktionen Förderungen zugesagt und Direktausgaben im Land Salzburg in Höhe von rund 35 Millionen Euro erzielt. LK_190315_60 (sm/grs)

Medienrückfragen: Christian Pucher, Büro Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Tel.: +43 662 8042-2325, Mobil: +43 664 88719098, E-Mail: christian.pucher@salzburg.gv.at; Melanie Reinhardt, Büro Landesrätin Andrea Klambauer, Tel.: +43 662 8042-4910, Mobil: +43 664 5405895, E-Mail: melanie.reinhardt@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum