Renaturierung Alterbach knapp vor Fertigstellung

Bundesministerin Köstinger zu Besuch in Salzburg / Morgen ist Weltwassertag

Salzburger Landeskorrespondenz, 21.03.2019
 

(LK)  Der Alterbach bekommt seine Natur wieder zurück – und die Salzburgerinnen und Salzburger ein Naherholungsgebiet mehr. Die Besichtigung der Bauarbeiten zur Renaturierung des beliebten Baches im Salzburger Stadtteil Itzling steht heute, Donnerstag, auf dem Programm des Besuchs von Bundesministerin Elisabeth Köstinger anlässlich des morgigen Weltwassertages. In wenigen Wochen, bis Mai, werden die Arbeiten fertig sein.

 

 

„Hochwasserschutz ist heute deutlich mehr als Mauern und Pumpwerke. Das Projekt Alterbach beispielsweise vereint drei wesentliche Vorteile in einem: Hochwasserschutz, Natur und Erlebbarkeit“, erklärt Agrarlandesrat Josef Schwaiger.

Wasserschatz bestmöglich schützen

Und Bundesministerin Köstinger betont: „Das Land Salzburg zeigt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und der Stadt Salzburg vor, wie man Projekte wie die Renaturierung gemeinsam vorbildlich umsetzt. Wir sind in Salzburg und generell in Österreich in der Wasserwirtschaft sehr gut aufgestellt. Aber wir müssen uns auch in Zukunft enorm anstrengen, um unseren Wasserschatz bestmöglich zu schützen und einen bewussten Umgang damit zu fördern.“

Wellness für die Fische

Die Revitalisierung des Alterbachs ist durch zwei Baumaßnahmen gekennzeichnet: Zum einen entsteht im Mündungsbereich in die Salzach eine Fischaufstiegshilfe. Das Konstrukt in Form einer Pendelrampe weist eine Länge von 45 Metern auf und besteht aus 27 Becken mit Ruhezonen zwischen den Wanderschlitzen. Zum anderen erhält die Itzlinger „Lebensader“ etwa 600 Meter bachaufwärts einen großzügigen, naturnahen Verlauf zurück. Eine bestehende Sohlrampe wird in eine durchgängige, etwa 40 Meter lange Sohlgleite mit neun trapezförmigen Becken und großzügigen Ruhezonen umgebaut. In diesem zirka 150 Meter langen Abschnitt war der Alterbach bisher streng reguliert.

Gewinn für Hochwassersicherheit, Natur und Mensch

Die Aufweitung des Alterbachs verbessert den Abfluss bei Hochwasser. Die Renaturierung und die Fischaufstiegshilfe wird die ökologische Situation verbessern. Und: Für die Bevölkerung werden Naherholungsflächen geschaffen.

Land, Stadt und Bund teilen sich Kosten

Die Gesamtbaukosten betragen 560.000 Euro und werden vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (60 Prozent), Land Salzburg (15 Prozent) und der Landeshauptstadt (25 Prozent) finanziert.

Auch Geh- und Radweg entsteht neu

Darüber hinaus wurde gleich auch der bestehende Geh- und Radweg verlegt und angehoben. Damit verbessert sich auch hier für die Anrainerinnen und Anrainer in diesem Bereich der Hochwasserschutz.

Trinkwasser aus dem Mönchsberg

Im Anschluss besichtigte Bundesministerin Köstinger noch den Hochwasserschutz der Stadt bei der Einfahrtsrampe des Amphibienbusses in die Salzach, den Almkanal und den Hochbehälter Mönchsberg, einem Kernstück der Trinkwasserversorgung der Salzburg AG nahe der Richterhöhe.

Zu 90 Prozent naturbelassenes Trinkwasser

Die Salzburg AG versorgt rund 156.000 Kundinnen und Kunden in der Stadt und einigen Randgemeinden jährlich mit knapp 13 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Pro Tag fließen rund 35 Millionen Liter durch die 872 Kilometer langen Rohrleitungen. Das kühle Nass ist so rein, dass 90 Prozent naturbelassen werden. „Der Weltwassertag erinnert uns, dass Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit ist. In Salzburg haben wir es in ausgezeichneter Qualität direkt aus der Leitung. Die Werte liegen weit unter den in der Verordnung festgelegten Grenzwerten“, so Salzburg-AG-Vorstandssprecher Leonhard Schitter. LK_190321_51 (grs/jus)

Medienrückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum