E-Autos: Hochspannung bei Pannen

Schnöll besuchte Fahrsicherheits-Zentrum des ARBÖ in Straßwalchen und testete E-Auto / Verkehrssicherheit steht an erster Stelle

Salzburger Landeskorrespondenz, 31.03.2019
 

(LK)  Im Fahrsicherheits-Zentrum des ARBÖ Straßwalchen wird man unter anderem auch fit für den sicheren Umgang und das Fahren mit E-Autos gemacht. „Mit ÖAMTC und ARBÖ verbindet uns eine gute Partnerschaft“, freut sich Verkehrslandesrat Stefan Schnöll, der kürzlich beim Besuch im Fahrsicherheits-Zentrum in Straßwalchen auch ein Elektroauto testete: „Verkehrssicherheit, auch in dieser Hinsicht, steht bei uns allen immer an oberster Stelle.“

Im Fahrsicherheitszentrum des ARBÖ in Straßwalchen ist was los: 15 Senioren sitzen gerade beim Kaffee im Aufenthaltsraum und tauschen sich angeregt über ihre Erfahrungen beim absolvierten Fahrsicherheitstraining aus. Auf dem Gelände hinter dem Haus heulen bereits die Motoren, hier testen gerade Fahrschüler das Kurvenfahren zwischen orangen Hütchen mit speziell präparierten Fahrzeugen und Mitarbeiter einer österreichweiten Firma absolvieren gerade eine Schulung mit Elektroautos. Mit der steigenden Anzahl an modernen Hochvoltfahrzeugen im Straßenverkehr wie Hybrid- oder E-Autos im Straßenverkehr wächst auch der Bedarf an Wissen über deren Wartung und Reparatur und auch Bergung.

Hilfe, mein Auto steht unter Strom

Gerade beim richtigen Umgang mit Elektrofahrzeugen brauche es Information und Aufklärung, davon ist Erich Groiss, Schulungsleiter des ARBÖ überzeugt: „Vor kurzem hatte ein Ehepaar einen Unfall mit ihrem E-Auto in der Steiermark, sie mussten rund zwei Stunden im Auto eingeklemmt warten, da sich niemand getraut hat, sie aus dem Auto zu bergen, weil die Menschen Angst vor Strom hatten.“ Ein Elektroauto sei zwar eine Hochvoltanlage mit rund 800 Volt Gleitstrom, gefährlich sei es jedoch in den seltensten Fällen.

Großer Andrang bei Sicherheitsschulungen

„Gefährlich wird es häufig erst, wenn ein Elektroauto brennt“, ergänzt Groiss, dem in dieser Sache Aufklärung wichtig ist. Der Antrag bei diesen Sicherheitsschulungen ist groß: Feuerwehr- und Rettungskräfte, ganze Werkstätten und auch Mitarbeiter von Versicherungen oder Sachverständige würden daran teilnehmen. So auch Rudolf Humer aus Linz, der mit rund 20 Kollegen der Firma Experta den Kurs absolviert hat: „Weiterbildung ist gerade in unserem Job unerlässlich, der Kurs war sehr aufschlussreich und informativ“, so Humer.

Verkehrsproblem nur durch ganzheitliches Konzept lösbar

Auch Verkehrslandesrat Schnöll übte sich in Straßwalchen an einem Fahrsimulator und einem Elektro-Auto. „Es ist schon unglaublich, wie rasch sich die Technik entwickelt“, so Landesrat Schnöll bei seiner Testfahrt. Dennoch glaube er nicht, dass alternative Antriebe das momentane Verkehrsproblem alleine lösen könnten. „Hier braucht es ein ganzheitliches Konzept, und an diesem wird gerade im Bundesland Salzburg gemeinsam mit der Stadt gearbeitet.“

Pannenhilfe und Trainings aller Art

Der ARBÖ (Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs) verfügt in Salzburg über sechs Standorte, ein Fahrsicherheitszentrum und insgesamt 43 ausgebildete Techniker, die bei einer Panne im Bundesland helfend zur Seite stehen oder in den Werkstätten kleine Reparaturen bei der „Pickerl“-Überprüfung durchführen. „Das ist sicherlich unser Kerngeschäft. Darüber hinaus bieten wir eine breite Palette an Trainings für alle Altersgruppen wie Motorradworkshops, Mehrphasenausbildungen im Rahmen des Führerscheins, Spritspar- oder Radtrainings, Tagestrainings für E-Bikefahrer, Traktorenkurse für Landwirte, Kindersicherungsseminare oder sogenannte ‚Hochvoltschulungen‘ mit Elektroautos“, erläutert Günther Frühwirth, Geschäftsstellenleiter des Fahrsicherheits-Zentrums. REP_190331_10 (ram/sm/mel)

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-3341, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum