Land schnürt Maßnahmenpaket für Betreuung und Pflege

Konkrete Projekte werden definiert, gereiht und ein Finanzierungsplan erstellt

Salzburger Landeskorrespondenz, 29.03.2019
 

(LK) Die Berechnung des zukünftig benötigten Pflegepersonals, zu dem es im April erste Ergebnisse geben soll, eine Image-Kampagne, Investitionsförderungen für Baumaßnahmen und die Unterstützung für pflegende Angehörige. Diese Themen standen heute, Freitag, im Vordergrund der dritten Arbeitssitzung der Vertreterinnen und Vertreter der Salzburger Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer sowie den Landeshauptmann-Stellvertretern Christian Stöckl und Heinrich Schellhorn. „Wir ziehen in Salzburg alle an einem Strang und werden jetzt mit Hochdruck das Maßnahmenpaket schnüren“, sind sich alle drei Regierungsmitglieder einig.

„In den vergangenen Monaten wurde sehr intensiv gearbeitet. Nur so war es möglich, dass wir schon jetzt Richtung Umsetzung gehen können. Jetzt gilt es, konzentriert und miteinander die konkreten Schritte vorzubereiten“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer nach dem dritten „Pflegegipfel“.

Besseres Image und attraktiver Beruf

Eine große Rolle wird künftig das abgestimmte Marketing spielen, um die Attraktivität von Betreuungs- und Pflegeberufen sichtbar zu machen. „Ziel ist es, ein realistisches Bild über das gesamte Berufsfeld zu zeichnen. „Für die Umsetzung müssen wir eine Prioritätenreihung finden, um es auch budgetär einplanen können. Bis Ende Juni soll es eine Gesamtschau geben“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Geplant sind unter anderem eine Info-Webseite, auf der Ausbildungen und Möglichkeiten gebündelt zusammengefasst werden, und eine Imagekampagne. „Außerdem soll der Unterschied bei Gehältern zwischen mobilen Diensten und stationärem Bereich harmonisiert werden“, ergänzt Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Pflegende Angehörige noch mehr entlasten

Bei der Pflege zu Hause sollen Angehörige durch den Ausbau teilstationärer Einrichtungen und dem betreuten Wohnen weiter entlastet werden. „Wir müssen uns ganz intensiv den pflegenden Angehörigen widmen. Sie ermöglichen es, dass Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben können“, unterstreicht Daniela Gutschi, Leiterin dieser Arbeitsgruppe.

Mehr Geld für pflegegerechte Baumaßnahmen

Pflege zu Hause kostet Geld und benötigt Infrastruktur. Daher wird es Investitionszuschüsse für den Bau von bedarfsgerechten Wohnungen und für die digitale Infrastruktur, wie zum Beispiel Breitbandanschlüsse, im betreuten Wohnen geben. „Pilotprojekte sind in dieser Hinsicht wichtig und erste Umsetzungen zeigen, dass mit technischer Unterstützung, Menschen länger zu Hause leben können. Wir schlagen zum Beispiel vor, dass die Wohnbauförderung eine moderne digitale Ausstattung belohnt“, sagt Siegfried Reich von der Arbeitsgruppe „Digitalisierung“.

Akute Unterstützung weiter ausbauen

„Wir arbeiten intensiv an Verbesserungen der Situation in Salzburg. Auch das Thema pflegende Angehörige wird genau behandelt. Mit Tageszentren, Kurzzeitpflege, Haushaltshilfe und Hauskrankenpflege können Angehörige kurzfristig oder auch dauerhaft entlastet werden. Daher wollen wir diese Hilfen weiter ausbauen. Ein wichtiges Anliegen ist uns auch der Ausbau der kostenlosen Pflegeberatung. Diese übernimmt vor allem in akuten Situationen eine wichtige Beratungs- und Unterstützungsfunktion“, betonte Sozialreferent Schellhorn.

Maßnahmen werden gereiht und die Finanzierung geklärt

Die Leiter der Arbeitsgruppen werden in den nächsten Wochen den Endbericht vorlegen und eine erste finanzielle Einschätzung liefern. Daraufhin werden die Projekte priorisiert und das Gesamtkonzept bereits in die kommenden Budgetverhandlungen mit aufgenommen. LK_190329_50 (grs/fw/mel)

 

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Redaktion: Landes-Medienzentrum