Ikone der Salzburger Volkskunde geht in Pension

Ulrike Kammerhofer-Aggermann leitete 32 Jahre lang das Landesinstitut

Salzburger Landeskorrespondenz, 31.03.2019
 

(LK)  Kaum jemand in Salzburg weiß so viel über Volkskultur, Bräuche, deren Entstehung und Entwicklung wie Ulrike Kammerhofer-Aggermann. Die gebürtige Steirerin leitete 32 Jahre lang das Salzburger Landesinstitut für Volkskunde. „Durch ihre wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Volkskunde, speziell der Europäischen Ethnologie betreffend dem Bundesland Salzburg sowie der internationalen Kulturzusammenhänge, hat Professor Kammerhofer-Aggermann die Wissenschaft und den Auftritt Salzburgs in diesem Bereich wesentlich geprägt“, so Landesrätin Andrea Klambauer, die zum wohlverdienten Ruhestand das Beste wünschte.

Kammerhofer-Aggermann hat sich nicht nur als Herausgeberin der „Salzburger Beiträge zur Volkskunde“, sondern unter anderem auch durch die bedeutendste geschichtliche Aufarbeitung der „Tresterer“, die Publikation „Feste, Bräuche, Feiertage der Religionen in Österreich - wie, wann, wozu“ sowie durch zahlreiche Fachartikel einen Namen gemacht.

Michael J. Greger wird Nachfolger

„Ihre zahlreichen Auszeichnungen, wie etwa der Bildungsmedienpreis, die Cormenius-Medaille oder der Berufstitel Professorin geben Zeugnis von ihr als ausgezeichnete Fachexpertin“, so Klambauer weiter. Das Landesinstitut für Volkskunde wird künftig Michael J. Greger leiten, der dort seit drei Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist.

Biografisches

Ulrike Kammerhofer-Aggermann wurde 1955 in Leoben geboren und studierte an der Uni Graz Volkskunde sowie Kunstgeschichte. Sie arbeitete unter anderem im Joanneum/Schloss Eggenberg, im Grazer Diözesanmuseum und im ORF-Landesstudio Steiermark. 1987 wurde sie Leiterin des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde. Sie hat Lehraufträge an den Universitäten Graz und Salzburg (Mozarteum). 2009 wurde ihr vom Bundespräsidenten der Titel Professorin verliehen. Sie war langjährige Vizeobfrau und wissenschaftliche Beirätin am Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung in Innsbruck, Mitglied im Salzburger Landeskulturbeirat, seit 2005 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Bräuche, Feste, Rituale“, wissenschaftliche Fachbeirätin für das Immaterielle Kulturerbe der Österreichischen UNESCO-Kommission und seit 2012 im Fachbeirat des Österreichischen Volksliedwerkes. LK_190331_10 (ram/kg)

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Redaktion: Landes-Medienzentrum