Rund 550.000 Ostereier aus Salzburg für die Salzburger

Bauern und ihre Hennen haben jetzt Hochbetrieb / Ob Bio oder konventionell: Hohe Qualitätskriterien bei heimischer Produktion

Salzburger Landeskorrespondenz, 18.04.2019
 

(LK)  Um die Herausforderung des Ostergeschäfts bewältigen zu können, sind Salzburgs Hühner-Bauern jetzt besonders gefordert. Alleine 14 Betriebe der „Salzburg Land-Ei“ Genossenschaft vermarkten mehr als 400.000 Ostereier für den Ab-Hof-Verkauf oder Märkte wie die Schranne, bei den 34 Mitgliedern von Bio Austria sind es knapp 90.000. Aus Kleinstbetrieben kommen nochmals rund 50.000 dazu.

„Gerade in den Tagen vor Ostern zahlt es sich aus, genau darauf zu achten, dass die Eier aus Salzburg kommen. Produkte, bei denen man genau weiß, wo sie herkommen, sind immer begehrter, ein begrüßenswerter Trend“, sagt Landesrat Josef Schwaiger.

60.000 Hühner „helfen“ dem Osterhasen

50.000 Legehühner der 14 Salzburger Land-Ei Betriebe legen rund 45.000 Eier am Tag. In Salzburgs 34 Bio-Betrieben sind es rund 10.000 Hennen, die uns rund 9.000 Eier pro Tag schenken. Rund 400.000 Ostereier kommen hierbei aus Salzburgs konventionellen Betrieben, circa 90.000 sind es aus den Biobetrieben und 50.000 aus Kleinst- beziehungsweise Mischbetrieben.

Kaum gelegt, schon im Regal

„Durch die Nähe, die regionale Vermarktung und durch die kurzen Transportwege erhalten hier die Salzburgerinnen und Salzburger absolut frische Eier nach dem Motto ‚Kaum gelegt, schon im Regal‘“, so Landesrat Schwaiger.

Hohe Qualitätskriterien

Die Hühner der Salzburg Land-Ei Betriebe werden in Boden- und Freilandhaltung gehalten. „Sie müssen dabei natürlich auch wichtige Produktionskriterien wie gentechnikfreie Fütterung, Donausoja und Tierwohlstall erfüllen“, erklärt Christoph Buttenhauser von der Salzburger Land-Ei reg. GenmbH. Die Betriebe sind zum Großteil im Flachgau und Tennengau angesiedelt, einige gibt es auch im Pongau.

Strenge Regeln für Bio-Betriebe

„Bei den Bio-Betrieben werden die Tiere ausschließlich biologisch gefüttert. Die Legehennen legen ihre Eier in natürliche Nester, weil Abrollnester bei uns nicht erlaubt sind. Und die Hühner haben viel Auslaufflächen, nämlich zehn Quadratmeter pro Henne“, erklärt Andreas Schwaighofer, Geschäftsführer von Bio Austria in Salzburg.

Freier Blick in den Hühnerstall

Die tierischen Produkte aus der Freilandhaltung gehen vor allem in die Direktvermarktung, jene aus der Bodenhaltung werden Großteil an die Gastronomie sowie an den Lebensmitteleinzelhandel geliefert. „Uns ist die Nähe zum Konsumenten sehr wichtig und wir gewähren jederzeit auch Einblick in unsere Betriebe“, so Buttenhauser. „Im Biobereich wird ebenfalls Transparenz groß geschrieben. Wesentlich ist auch, dass der gesamte Produktionsprozess von unabhängigen Stellen kontrolliert wird“, so Schwaighofer.

So lange ist ein Ei haltbar

Laut Lebensmittelkennzeichnungsverordnung sind Eier 28 Tage ab Legedatum haltbar und weitere 28 Tage ab Koch- beziehungsweise Färbedatum. Mit welchen Farbstoffen Ostereier gefärbt werden dürfen, ist durch einen Erlass des Gesundheitsministeriums geregelt. Färbereien gibt es in Oberösterreich, Niederösterreich und im benachbarten Bayern.

AT heißt, es kommt aus Österreich

Ob ein Ei aus Österreich kommt, kann man als Konsument leicht nachvollziehen, sie müssen den Stempel AT tragen zudem ist angeführt ob sie Bio sind, dann sind sie mit einer 0 gekennzeichnet, aus Freilandhaltung mit 1 und aus Bodenhaltung mit 2. Die letzte Zahl auf der Eierschale ist der Code des Landwirtschaftlichen Betriebes. Die „Eierdatenbank“ gibt genaue Auskunft darüber. LK_190418_10 (ram/mel)

Medienrückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum