Holz und Aufforstung schützen vor Gleitschneelawinen

Schnell reagiert: Land Salzburg und Wildbach- und Lawinenverbauung schützen 45 Gebäude und eine Hotelanlage in sieben Pinzgauer Gemeinden

Salzburger Landeskorrespondenz, 19.04.2019
 

(HP)  Der vergangene Winter hat in weiten Teilen des Bundeslandes besonders in den schneereichen Regionen des Pinzgaus zu sogenannten Gleitschneelawinen geführt, diese bedrohen vor allem Häuser. „Um diese Gefahr für Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Zukunft möglichst zu minimieren, setzen wir gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung gleich nach der Schneeschmelze Schutzmaßnahmen im Pinzgau um“, betont Landesrat Josef Schwaiger.

Meterhohe Abrisskanten bis zum Gras, meterbreite Spalten, Tonnen von Schnee, die sich langsam auf Gebäude zubewegen und großen Schaden anrichten können. Die Schneemassen im vergangenen Winter führten zu zahlreichen Gleitschneelawinen, die besonders gefährlich für Siedlungen sind. „Insgesamt werden künftig 45 besonders gefährdete Gebäude, davon 23 Wohngebäude und eine Hotelanlage in sieben Pinzgauer Gemeinden geschützt“, so Schwaiger. Diese sind Unken, Lofer, Weißbach, St.Martin bei Lofer, Maria Alm, Leogang, Zell am See.

Holzböcke gegen Schneemassen in Bewegung

„Das Abrutschen von Schneemassen soll durch das Aufstellen von sogenannten ‚Gleitschneeböcken‘ aus Robinienhölzern oder kerngeschälten Lärchen verhindert werden“, erläutert Leonhard Krimpelstätter von der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Wald schützt nachhaltig

Die Flächen dazwischen werden mit standorttauglichen und klimafitten Baumarten aufgeforstet. „Dadurch wird der aufwachsende Wald einen natürlichen und nachhaltigen Schutz für die Wohngebäude bieten“, so Krimpelstätter.

Eine Million Euro für mehr Sicherheit

Die Gesamtkosten für die einzelnen Maßnahmen betragen rund eine Million Euro, davon trägt 60 Prozent der Bund, das Land Salzburg 15 Prozent und die Interessenten 25 Prozent. LK_190419_10 (ram/mel)

Medienrückfragen: Martin Wautischer, Büro Landesrat Josef Schwaiger, Tel.: +43 662 8042-2700, Mobil: +43 664 3122368, E-Mail: martin.wautischer@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum