Die Tarifreform: Günstige Tickets für sechs Regionen

Schnöll: Neues Ticketsystem ab November im Vorverkauf / „Grenzenloses“ Umsteigen möglich

Salzburger Landeskorrespondenz, 25.04.2019
 

(LK)  Die große Tarifreform im öffentlichen Verkehr nimmt Konturen an. Landesrat Schnöll gab am Donnerstag gemeinsam mit dem Salzburger Verkehrsverbund Details bekannt. Und das sind die Neuerungen im Überblick: „Das Benützen der Öffis wird für Vielfahrer wesentlich günstiger, gleichzeitig wird das Angebot deutlich erweitert. Künftig werden Regionentickets angeboten. Die Preise für Jahreskarten werden sich im Vergleich zu heute reduzieren – zum Teil massiv“, versichert Schnöll.

 

 

Das sind die Fahrpreise, die das Umsteigen so richtig einfach machen: Mobil sein in einer Region wird 365 Euro kosten, zwei Regionen 495 Euro und ganz Salzburg 595 Euro. Zum Vergleich: Heute kostet eine Jahreskarte für das ganze Land Salzburg 1.539 Euro. „Die Tickets gelten außerdem in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, egal ob ÖBB-Zug, Obus in der Stadt, Regionalbusse oder Lokalbahnen. Das macht es für die Salzburgerinnen und Salzburger so unkompliziert wie möglich“, so Schnöll.

Ein Ticket pro Bezirk und mehr

Die Regionen entsprechen im Pinzgau, Pongau und Lungau fast genau den politischen Bezirken. Der Bereich Tennengau wird zusätzlich Elsbethen, Anif, Grödig und Fürstenbrunn umfassen. Die Flachgauer Region nördlich der Landeshauptstadt wird „Salzburg Nord“ heißen.

Umsteigen super leicht gemacht

Gültig werden die neuen Tarife ab 1. Jänner 2020 sein. „Der Vorverkauf wird bereits im November 2019 starten. Für bestehende Jahreskartenkunden entwickeln wir gerade ein kundenfreundliches Modell, das Umsteigen leicht und attraktiv macht. Unsere Stammkunden können sich bis zur Umstellung weiterhin Jahreskarten kaufen, ohne finanzielle Einbußen beim Umstieg befürchten zu müssen“, erklärte Johannes Gfrerer, Pressesprecher der Salzburger Verkehrsverbund GmbH.

Stadt-Ticket auch in allen Umlandgemeinden gültig

Mit der Neudefinition der Region Salzburg ist ein wichtiger Schritt gelungen, der auch auf vielen Kundenwünschen beruht. Die Gültigkeit endet nicht mehr hart an der Stadtgrenze, sondern umfasst auch die Umlandregion. Region Salzburg-Tickets gelten also auch in Wals, Siezenheim, Großgmain, Fürstenbrunn, Grödig, Anif, Niederalm, Rif, Puch, Elsbethen, für den Gaisberg, Koppl, Guggenthal, Eugendorf, Hallwang, Ursprung, Elixhausen, Anthering, Bergheim und Freilassing. „So wie der Verkehr machen nun auch die Tarife nicht an Stadt- oder Gemeindegrenzen halt“, so Schnöll.

 „Härtefälle“ schlau beseitigt

Vor allem rund um die Stadt, aber auch zwischen den anderen Regionen, gibt es Überlappungsbereiche, die zwei Regionen zugeordnet sind. So können vergleichsweise teure Fahrpreise bei kurzen Strecken verhindert werden, weil sich die Kunden zwischen zwei Regionen-Tickets entscheiden können, die beide den Überlappungsbereich abdecken.

Beispiele aus der Praxis:  

  • Der Werfener Koch Hans, der in Golling arbeitet, kann mit dem Regionenticket Pongau um 365 Euro pro Jahr bis Golling fahren und muss sich nicht unbedingt zwei Regionen um 495 Euro kaufen.

  • Krankenschwester Sabine aus Taxenbach, die in Schwarzach arbeitet, kann mit dem Regionenticket Pinzgau um 365 Euro täglich bis Schwarzach fahren.

  • Die in Elsbethen wohnhafte Lehrerin Laura, die in Hallein unterrichtet, kann mit dem Regionenticket Tennengau um 365 Euro ihre täglichen Arbeitswege bestreiten. Natürlich wäre es für sie auch sinnvoll und möglich, die beiden Regionentickets Tennengau und Salzburg um 495 oder das ganze Bundesland um 595 Euro zu erwerben.

  • Marketingexperte Stefan, der in Bergheim wohnt und bei einem Getränkehersteller in Elsbethen beschäftigt ist, kann seine täglichen Arbeitswege mit dem Ticket für die Region Salzburg um 365 Euro abdecken. LK_190425_60 (sm/mel)

Medienrückfragen: Christoph Bayrhammer, Büro Landesrat Stefan Schnöll, Tel.: +43 662 8042-3341, Mobil: +43 664 6190071, E-Mail: christoph.bayrhammer@salzburg.gv.at.

Redaktion: Landes-Medienzentrum