Appell: Hunde in Schutzgebieten an die Leine

Störung der Vögel bedeutet Gefahr für den Nachwuchs / Berg- und Naturwacht kontrolliert

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.04.2019
 

(LK) Die Naturschutzabteilung des Landes erhielt dieser Tage vermehrt besorgte Anrufe und Mails, dass in Natur- und Europaschutzgebieten freilaufende Hunde die Aufzucht des Nachwuchses von Wiesenbrütern gefährden. Maria Hutter, Landesrätin für Natur und Nationalpark, richtet daher die eindringliche Bitte an alle Besucher, auf den Wegen zu bleiben und ihre Vierbeiner stets an der Leine zu führen.

Gerade jetzt, in der Brut- und Aufzuchtzeit, ist dieses Verhalten mancher Hundebesitzer folgenschwer. Besonders kritisch ist die Lage in den vielbesuchten Natur- und Europaschutzgebieten wie jenen im Wengermoor, am Fuschlsee oder am Zeller See. Da Informations- und Hinweistafeln häufig ignoriert werden, wird die Berg- und Naturwacht in den nächsten Wochen dort verstärkt kontrollieren. Hundebesitzer, die ihren „Liebling“ in Brutgebieten freilaufen lassen, machen sich nicht nur strafbar, sie gefährden auch die Artenvielfalt.

Hunde stören die Vogeleltern

Wiesenbrüter wie der Große Brachvogel, der Kiebitz oder das Braunkehlchen, gehören zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten in Salzburg. Grund dafür sind nicht nur der Verlust an großen zusammenhängenden Feuchtwiesen im Land, sondern zunehmend auch die wachsende Beunruhigung in den verbliebenen Brutgebieten durch freilaufende Hunde. Diese werden als Feinde wahrgenommen und veranlassen Elterntiere, die Nester zu verlassen. Dadurch können Eier auskühlen und der Bruterfolg bleibt aus. Von den Elternvögeln verlassene Eier beziehungsweise Jungtiere werden ungeschützt leichte Beute für Nesträuber wie Krähen. LK_190424_20 (kg/mel)

Medienrückfragen: Maximilian Brugger, Büro Landesrätin Maria Hutter, Tel.: +43 662 8042-4931, E-Mail: maximilian.brugger@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum