Nur die Impfung schützt

Ab 1. Mai starten Land Salzburg, Ärzte und Apotheker die Aktion gegen Meningokokken B

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.04.2019
 

(LK) Vorsorgen ist besser als Heilen. Das gilt besonders für Krankheiten, gegen die man sich impfen lassen kann. Daher werben heute, Freitag, Salzburgs Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl, Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz und Apothekerkammer-Präsidentin Kornelia Seiwald für die Schutzimpfung gegen Meningokokken B. Die Aktion von 1. Mai bis 31. Oktober richtet sich vor allem an Säuglinge und Kleinkinder.

Schutzimpfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Vorsorgemaßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. „Nur durch hohe Durchimpfungsraten können Infektionsketten und Krankheitserreger eliminiert und im besten Fall ausgerottet werden. Daher ist das Gesundheitsressort des Landes immer wieder bestrebt, Impfaktionen anzubieten und auf die Notwendigkeit des Schutzes hinzuweisen“, unterstreicht Gesundheitsreferent Stöckl.

Weniger Immmunisierungen führen zu vermehrten Erkrankungen

„Der Sinn einer Immunisierung ist nicht nur der Schutz des Einzelnen, sondern der gesamten Bevölkerung. Wird weniger geimpft, treten vermehrt Erkrankungen auf, die leicht zu vermeiden gewesen wären“, unterstreicht Apothekerkammer-Präsidentin Seiwald, die weiter betont: „Mir geht es um den Appell an die Vernunft, sich impfen zu lassen, und um die Solidarität. Damit auch die Schwächsten der Gesellschaft den gleichen Zugang zur Gesundheitsvorsorge haben, bieten wir den Schutz gegen Meningokokken wieder zum stark vergünstigten Preis in allen öffentlichen Salzburger Apotheken an. Zusätzlich wird der Rabatt des Landes unbürokratisch beim Kauf des Impfstoffes vom Apotheker direkt abgezogen.“

Meningokokken können lebensbedrohlich sein

Meningokokken sind Bakterien, die lebensbedrohliche Erkrankungen mit dramatischem Verkauf verursachen können. Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Bei Ausbreitung der Bakterien im Körper können sie sehr schwerwiegende Erkrankungen, wie Hirnhautentzündung oder eine Sepsis (Blutvergiftung) verursachen.

Bei Verdacht Arzt aufsuchen

Die Erkrankungen beginnen mit unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen, können sich sehr rasch verschlechtern, lebensbedrohlich sein oder aber auch bleibende Schäden hinterlassen. „Typische Symptome sind Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit und ein rötlich-violetter Hautausschlag, bei Säuglingen auch Appetitverlust, Durchfall, Reizbarkeit und übermäßiges Weinen. Bei Verdacht auf eine Meningokokkenerkrankung muss sofort ärztliche Hilfe gesucht werden“, schildert Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz.

Säuglinge bereits ab zweiten Monat impfen

Es gibt verschiedene „Serogruppen“ der Meningokokken. In Österreich werden die meisten Erkrankungen der „Serogruppe B“ verursacht. Dagegen gibt es einen Impfstoff und es wird empfohlen, Säuglinge bereits ab dem vollendeten 2. Lebensmonat zu schützen. Für die Grundimmunisierung sind, abhängig vom Alter bei der Erstimpfung, zwei bis drei Teilimpfungen notwendig.

Impfaktion bringt Ersparnis

Im Aktionszeitraum vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2019 fördert das Land die Impfung für Kinder bis zum 1. Lebensjahr mit einem Gutschein im Wert von 10 Euro, der Preis beträgt dann 75 Euro. Dieser Gutschein liegt in jeder Salzburger Apotheke auf und wird beim Kauf sofort unbürokratisch abgezogen. Die Impfung selbst erfolgt dann beim Arzt des Vertrauens. Für Kinder ab dem ersten Lebensjahr kostet der Impfstoff im Aktionszeitraum 99 Euro. LK_190426_10 (ram/mel)

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