Beethoven-Fieber, Entdeckerlaune und weitere Jahre mit Minasi

Mozarteumorchester Salzburg präsentierte Jahresprogramm

Salzburger Landeskorrespondenz, 26.04.2019
 

(HP) Werke von 26 Komponisten aus vier Jahrhunderten in elf eigenveranstalteten Konzerten bestimmen das facettenreiche Programm des Mozarteumorchesters Salzburg der Saison 2019/2020. Die Schwerpunkte wurden heute von Orchesterdirektor Thomas Wolfram, Chefdirigent Riccardo Minasi und Kulturreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn vorgestellt.

Gleich zu Beginn teilte Kulturreferent Schellhorn mit, dass der Vertrag des seit Herbst 2017 amtierenden, aus Rom stammenden Chefdirigenten Riccardo Minasi um weitere zwei Jahre bis Ende August 2022 verlängert wurde.

„Dieses Orchester ist etwas Besonderes“

„Auch die Begeisterung, die Minasi bei Publikum und Presse hervorruft, haben diese Entscheidung mit beeinflusst“, sagte Schellhorn und fügte hinzu, auch nach 2022 bestünde die Möglichkeit auf weitere Verlängerungen. Minasi zeigte sich glücklich über die Chance, die Zusammenarbeit mit dem Mozarteumorchester noch weiter zu vertiefen und schwärmte: „Dieses Orchester ist etwas ganz Besonderes.“

Bewährtes und Selteneres

Im Zentrum der kommenden Spielzeit steht Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag 2020 weltweit gefeiert wird. Neben Musik von C. P. E. Bach, Mozart, Schubert, Weber, Mendelssohn, Wagner, Brahms, Bruch und Bloch, den Franzosen Saint-Saëns und Berlioz, den Italienern Cherubini und Respighi, dem Ungarn Bartók und den russischen Komponisten Glinka, Borodin und Prokofjew, haben auch seltener gespielte Werke den Weg in die diesjährige Programmkonzeption gefunden, welchen die Entdeckerlaune bei den Zuhörern wecken sollen. Dazu gehören der deutsch-schwedische Komponist Joseph Martin Kraus und der Baske Juan Crisóstomo de Arriaga ebenso wie der böhmische Meister Jan Antonín Koželuh, der Schweizer Othmar Schoeck, Hans Pfitzner, Mieczysław Weinberg, Fazil Says oder der junge Salzburger Komponist Jakob Gruchmann. 

Internationale Gastspielreisen

Internationale Gastspielreisen führen das Mozarteumorchester in einige der bedeutendsten Konzertsäle Deutschlands, darunter die Berliner Philharmonie, und in mehrere Metropolen Südamerikas. Weitere Tourneen sind in Planung.

Neue Formate der Musikvermittlung

In puncto Musikvermittlung konzentriert sich der Klangkörper neben der Fortführung bewährter Projekte auf den Ausbau der jüngsten Kooperationen und innovative Formate. Doch sollen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene mit klassischer Musik in Berührung gebracht werden. So will man mit den „Kantinen-Konzerten“, kurzweiligen und moderierten Live-Auftritten in kammermusikalischer Besetzung, während der Mittagspause in unterschiedlichen Betrieben ein neues Terrain erobern. „Ich freue mich, dass sich das Orchester schon länger dem Thema Musikvermittlung widmet. Kinder und junge Menschen für klassische Musik zu begeistern, ist eine wichtige und zukunftsweisende Aufgabe von Kulturinstitutionen“, ist Landeshauptmann-Stellvertreter Schellhorn überzeugt.

Harald Schamberger wird kaufmännischer Assistent

Neuigkeiten gibt es auch im personellen Bereich: Mit Harald Schamberger, derzeit noch Geschäftsführer des österreichischen ensembles für neue musik, wird ab dem 1. Juni 2019 die neu geschaffene Stelle des Kaufmännischen Assistenten besetzt. LK_190426_23 (kg/sab)

Medienrückfragen: Johanna Jenner, Büro LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Tel.: +43 662 8042-4841, Mobil: +43 664 8565718, E-Mail: johanna.jenner@salzburg.gv.at

Redaktion: Landes-Medienzentrum